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Beelzebub
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Beezebul, Beelzebul. - (aram. Baal „Herr”) Ihn erwähnt das Neue Testament (Matthäus 12,24) als obersten Teufel

Beezebul, Beelzebul. (aram. Baal „Herr”) Ihn erwähnt das Neue Testament als obersten Teufel bzw. bösen Geist, mit dessen Hilfe Jesus nach Ansicht mancher seiner Zeitgenossen Austreibungen vorgenommen habe (Mt 12,24, Mk 3,22, Lk 11,15).

Deutungen des Namens sehen Beelzebub als Enstellung von Baal-Zebul, dem Gott der Philister-Stadt Ekron (2. Könige 1,2c). Diesen Gott der Philister nannten die Hebräer Baal-Sebub („Fliegen-Baal”), angeblich, weil sein Altar von zahllosen Fliegen umschwirrt wurde.

Die Umdeutung zum „Herrn der Fliegen” muß ursprünglich nicht unbedingt eine Verspottung sein. Die Fliege gilt als Seelentier, ihr Herr ist damit als Psychopompos der Führer, der den Verstorbenen ins Jenseits geleitet. Auch der Beginn des Seelen-Weges durch verschlucken einer Fliege mit nachfolgender Schwangerschaft ist überliefert (z.B. die keltische Cuchulain).

Der christliche Beelzebub ist nach der Dämonologie des Peter Binsfeld als einer der höchsten Dämonen für die Todsünde der Unmäßigkeit zustandig, manche hielten ihn für den Höllenfürst höchstselbst.

Wenn er sich zeigt, erscheint er als eine riesige gehörnte Gestalt, bedeckt mit schwarzem Haar, Entenfüßen (Drudenfuß), Löwenschwanz und Fledermausflügeln.
Ein Volksbuch über Doktor Faust von 1589 beschreibt Beelzebub als Mischwesen aus Mensch und Rind: „der hatte ein leibfarbes Haar, und einen Ochsenkopff, mit zweyn erschrecklichen Ohren, auch gantz zottig und härigmit zweyen grossen Flügeln, unnd so scharff, wie die Disteln im Felde, halb Grün unnd Gelb, allein das uber den Flügeln Fewerströmen heraus flogen, hatte einen Kühschwantz.” (zit. n. BIEDERMANN, 132)

Gern soll er zum Hexensabbat erschienen sein, wo er sich mit allen Teilnehmern paarte. Bei Hexenversammlungen soll Beelzebub als „Schöpfer und Erhalter aller Dinge” angerufen worden sein. Es sind dies Anklänge an seine ältere Bedeutung. In 2. Könige 1 werden Boten zu Baal-Sebub ausgesandt, um bei der Gottheit die Heilung des Königs von Israel, Ahasja, zu erwirken.

Andere Deutungen sehen in Beelzebub den Saturn astrologischer Geheimlehren.

Inhalte mit freundlicher Unterstützung von Andreas Zompro http://www.sungaya.de/schwarz/index.htm   -   redaktion@ekhn.de
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