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Echternacher Springprozession -
Zwei vor, eins zurück..
Schützenswertes Weltkulturerbe
Prüm/Waxweiler. Diese Nachricht kommt einer kleinen Sensation gleich: Die Echternacher Springprozession trägt nun den Titel "Immaterielles Weltkulturerbe der Unesco" - und "springt" damit in den Fokus der Weltöffentlichkeit.
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Materielle Kulturerben sind gemeinhin bekannt: Auch die Burg Eltz gehört dazu. Handelt es sich jedoch um Traditionen, Bräuche, Literatur oder mündliche Überlieferungen, so spricht man in der UNO von "Immateriellen Kulturerben".
Einzigartig als Glaubensform und Ausdruck der Verehrung ist die so genannte Echternacher Springprozession. Sie könnte auch "Prümer - Waxweiler Springprozession" heißen. Denn sie hat ihren Ursprung eindeutig und nachweisbar im Prümtal. Echternach ist das Ziel mit dem Grab des heiligen Willibrord, des großen Eifelmissionars, der vor etwa 1350 Jahren das Kloster Echternach gründete und wo er 739 n. Chr. starb und bestattet wurde.
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Die Springprozession hat eine lange Tradition. Immer an Pfingsten ist es soweit: Dann nimmt die Fußwallfahrt in Prüm ihren Lauf, bewegt sich am ersten Tag bis Waxweiler, wo springend in die Pfarrkirche gehüpft wird. "Beten mit Füßen" nennt dies der Volksmund. Am nächsten Tag begibt sich die Pilgerschar auf den langen Weg nach Bollendorf, ehe es am Pfingstdienstag in Echternach so richtig originell zugeht: Menschen in Fünferreihen - mit weißen Tüchern untereinander verbunden - springen nach einer einfachen Volksweise bis zum Grab des Heiligen in der Echternacher Basilikakrypta. Traditionell führen die Pilger aus der Eifel die Prozession an. Tausende von Menschen verfolgen das einzigartige Ritual vor der imposanten Basilika.
Die Erhebung in den Rang eines Weltkulturerbes ist eine gewaltige Aufwertung der Traditionsveranstaltung. Die Prozession ist und bleibt in erster Linie ein Fest des Glaubens. Daran wird sich in Zukunft auch nichts ändern. Dennoch ist der neue Titel auch eine Ehre, der der ganzen Region Nutzen bringt. Nicht nur touristisch, aber auch. Doch am wichtigsten - so der Trierer Bischof Stefan Ackermann - sei "die Verbindung von Gebet, Gesang und Gemeinschaft".i
Mit freundlicher Unterstützung von Joachim Schröder
Titel: Eifeler Gemüseeintopf
Autor: Joachim Schröder
Copyright: © by Joachim Schröder
gepostet von Joachim Schröder am:
Date: 17.11.2010 16:01
Internet: www.joachim-schroeder.com
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