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Ess-Sprüche
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Ess-Sprüche - (nicht nur aus der Eifel)

  1. Es trinkt der Mensch, es säuft das Pferd, in der Eifel ist es umgekehrt!
  2. Attila der Hunnenkönig, aß zuviel und trank zuwenig, deshalb starb er nicht im Kampfe, sondern an einem Magenkrampfe.
  3. Auf dass diese braune Jauche Wellen schlage in unserem Bauche.
  4. Aus Korn wird Brot, aus Brot wird Leben. Geben bringt Leben, Erraffen den Tod.
  5. Austern, Braten und Kapaune, machen einen dicken Bauch. Glaubt es mir, ihr Kameraden, dieses Essen schmeckt euch auch.
  6. Bist du voll so leg dich nieder, nach dem Schlafen saufe wieder. So vertreibt ein' Sau die ander',
    spricht der König Alexander.
  7. Bescheidenheit, Bescheidenheit, verlass mich nicht bei Tische, und gib, dass ich zur rechten Zeit, das größte Stück erwische.
  8. Das Messer blitzt, die Schweine schrein, man muss es halt benutzen. Denn jeder denkt: Wozu das Schwein, wenn wir es nicht verputzen.
  9. Das Schwein, das ist ein gutes Tier, es grunzt und wühlt im Dreck.
    Besonders aber lieben wir, das Fleisch und auch den Speck.
  10. Der Esel pupt, die Katze schreit, es lebe die Gefräßigkeit.
  11. Der eine hat Hunger und kein Brot, der andere hat Brot und mag nicht essen. Wir haben Hunger, haben Brot, lasst uns den Dank nicht vergessen.
  12. Der Magen einer Sau, das Herz einer Frau, der Inhalt einer Leberwurst, die bleiben immer unerforscht.
  13. Der Mond scheint hell, die Füße dampfen, das ist die rechte Zeit zum Mampfen.
  14. Der Tisch ist voll, der Magen leer, es riecht nach Essen hier schon sehr. Drum ess ein jeder was er kann, nur nicht seinen Nebenmann.
  15. Die Ameise im Brot, bedeutet nicht den Tod. Die Made in der Suppe, die ist uns völlig schnuppe.
  16. Ein Rappe, der nicht läuft, ein Kosake, der nicht säuft, eine Minka, die nicht stille hält, gehören nicht auf diese Welt.
  17. Es wird mit Recht ein guter Braten gerechnet zu den guten Taten, und dass man ihn gehörig mache, ist weibliche Charakersache. (Wilhelm Busch)
  18. Hast du Hunger, knurrt der Magen, jedes Mahl wird dir behagen.
    Bist du satt, stellt sich leicht ein übler Nörgler Läster ein.
  19. Lirum, larum, Löffelstiel, alte Weiber essen viel, junge müssen fasten, das Brot liegt in dem Kasten, das Messer liegt daneben, ha, welch' ein lustig Leben.
  20. Nach langer dunkler Nacht sind heiter wir erwacht und sitzen froh in dieser Runde nun in der frühen Morgenstunde; mag das Frühstück uns gut munden, stärken für die Wanderrunden.
  21. Nix verschlabbert, nix verschütt´, Guten Appetit!
  22. Piep piep piep wir ham' uns alle lieb. Ein jeder esse was er kann, nur nicht seinen Nebenmann. Und wir nehmens ganz genau: Auch nicht seine Nebenfrau. Hat er sie dann doch gegessen, Zähneputzen nicht vergessen. Piep piep piep wir ham' uns alle lieb.
  23. So steckt eure Löffel zusammen und schwört in drei Teufels Namen, dass der, der schlecht und recht erwischt, nicht auf den andern neidisch ist.
  24. Und wenn sich Tisch und Balken biegen, wir werden den Fraß schon runterkriegen.
  25. Wer die Bäume hat bewipfelt, wer die Burschen hat bezipfelt, wer die Mädchen hat gespalten, dem sei dieser Spruch erhalten.
  26. Wer immer nach dem Nutzen strebt, der glaubt wohl, dass er ewig lebt. Sonst würd' er vor der Frage stutzen: Am letzten Tag, wo bleibt der Nutzen.
  27. Wer lieber wie ein Krösus speist, wär' besser gar nicht mitgereist! Denn was an diesem Mahl gefällt ist der Verzicht auf's große Geld. Auch ohne Kaviar und ohne Lachs, wir sind die Meister des Geschmacks.
  28. Wo Landsknechte sieden und braten, wo Pfaffen zu Weltlichem raten, wo Weiber führen das Regiment, da nimmt es selten ein gutes End.
  29. Zum Festmahl der Helden stets Odin empfing, den Wikinger der ins Totenreich ging. Doch besser noch als ein Feiern bei Gott, ist Schmausen im Leben und Fasten im Tod.

Mit freundlicher Unterstützung von Joachim Schröder
Titel: Ess-Sprüche
Autor: Joachim Schröder
Copyright: © by Joachim Schröder
gepostet von Joachim Schröder am:
Date: 26.09.2010 18:21
Internet: www.joachim-schroeder.com


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