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Mariä Opferung (21.11.)
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Mariä Opferung - Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem

Das Fest ist ursprünglich das Kirchweihfest einer alten Jerusalemer Marienkirche. Das Fest bezieht seinen Inhalt aus dem Protoevangelium des Jakobus, nach dem die Eltern ihre dreijährige Tochter dem Dienst im Tempel geweiht haben. Das Fest heißt daher auch "Maria Opferung". Es gibt noch eine direktere Beziehung zwischen Jerusalem und den Tempel und Maria sehen: Maria als Tochter Sion (Sion = Jerusalem), ist als Mutter des Gottessohnes der Tempel Gottes.

Mit freundlicher Unterstützung von Eckhard Bieger http://www.kath.de/Kirchenjahr/ - redaktion@kath.de


Gedenktag unserer lieben Frau in Jerusalem
Fest "Maria Opferung", stammt offensichtlich aus verschiedenen apogryhen Evengelien. Die "Opferung" bzw. "Darstellung Mariens" wurde im Orient als hoher Festtag begangen und durch die Kreuzzüge in Rom bekannt. Das Fest bezieht sich auf Überlieferungen, die im apogryphen Jakobusevangelium festgehalten sind: Dem jüdische Priester Joachim und Anna wurde nach 20-jähriger Ehe von einem Engel die Geburt eines Kindes verkündet. Ihre gemeinsame Tochter Maria - die spätere Mutter Jesu - haben sie dann im Tempel Gott geweiht.

Zweite Festbezeichnung ist "Gedenktag unserer lieben Frau in Jerusalem". Dies bezieht sich auf die Weihe einer Marienbasilika im Jahre 543 in Jerusalem, offensichtlich auch im Zusammenhang mit der Weihe (bzw. Darbietung) Mariens im Tempel.

Mit freundlicher Unterstützung von Gerhard Sochor/Wien
gerhard.sochor@speed-tiscali.at


Eine Predigt
  • 1. Lesung: Hos 6, 1-6
  • 2. Lesung: 1 Joh 4, 7-16a
  • Evangelium: Lk 1, 26-38
Der "Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem" "erinnert an die Weihe der Basilika zu Ehren der Gottesmutter, die 543 in der Nähe des Tempels in Jerusalem fertig gestellt wurde." Im Volksmund hieß dieser Gedenktag früher auch "Maria Opferung".

Ursprünglich feierte man den "Einzug der heiligen Mutter Gottes in den Tempel. Gemeint ist damit die Darstellung und Darbringung Marias im Tempel durch ihre Eltern Joachim und Anna. Darüber wird in den vier kanonischen Evangelien nichts berichtet: die Überlieferung stützt sich vor allem auf das apogryphe (unechte) Protoevangelium des Jakobus."

Die Darstellung Mariens "wurde im Orient ... als hoher Festtag begangen und durch die Kreuzzüge in Rom bekannt."

Allerdings ist sie "als geschichtlicher Vorgang sehr fragwürdig; richtiger wird es sein, Maria selbst als den lebendigen Tempel Gottes zu ehren; durch das vorbehaltlose Ja zu ihrer Berufung ist Maria die heilige Stadt Gottes geworden, die Erfüllung des alten Jerusalem und das Urbild der christlichen Kirche."

Wüssten wir nicht Bescheid über den ursprünglichen Gehalt des Festes, so müssten wir selber darüber nachdenken und Überlegungen anstellen, was ein Gedenktag "Maria Opferung" zum Inhalt haben könnte.

Ich würde sagen: Maria war immer zum Opfer bereit.

Und ich glaube, es ist tatsächlich ein wesentlicher Inhalt des heutigen Gedenktages, über diese Haltung und Gesinnung Mariens nachzudenken: Maria war immer zum Opfer bereit. -

Ich erinnere mich noch an eine Wallfahrt nach Frauenberg bei Admont, wo die Wallfahrtskirche zum Gedenken an "Maria Opferung" der Gottesmutter geweiht war.

Ein bisschen möchte ich von dieser Kirche, die ja durch ihr Patrozinium das Anliegen des heutigen Gedenktages beinhaltet, erzählen:

Sie steht landschaftlich wunderbar gelegen auf einer Anhöhe, die sich mitten in einem Gebirgstal erhebt. Auf dem Berg der Kirche entdeckte man bei Ausgrabungen sehr interessantes:

"Der Frauenberg scheint immer einer Muttergottheit geweiht gewesen zu sein, denn es fanden sich unter dem ehemaligen Schulhaus Reste einer römischen Tempelanlage mit einer Inschrift, die auf die ägyptische Göttin Isis hinweist. ... Die Ausmaße des Tempels auf dem Frauenberg waren 20 mal 11 Meter. Nicht ganz die Hälfte davon war ... das eigentliche Heiligtum, in deren Apsis wahrscheinlich eine Statue der Göttin stand."

Ist diese alte Kultstätte heute ein Heiligtum der Gottesmutter, so hat das besondere Aussagekraft: Die heidnische Göttin wird nicht durch Maria ersetzt! - Maria ist nicht Göttin, sie ist Mutter Gottes. Die Frau an der Stelle der Göttin verweist auf einen anderen, auf Jesus Christus, den Mensch gewordenen Gottessohn. Sie anstelle der Göttin ist ein Bekenntnis zu Jesus Christus. Er allein ist "wahrer Gott und wahrer Mensch".

An der vorchristlichen Kultstätte wurden einer fremden Gottheit Opfer dargebracht, meist um sie gnädig zu stimmen. - Die Botschaft von Jesus Christus ist anders:

Erstens ist es nicht der Mensch, der ein Opfer darbringt. Gott ist zunächst der Gebende, der Mensch der Empfangende. Die Opfergabe ist Christus. Er ist der Gebende und die Opfergabe zugleich. Das Opfer wird also nicht vom Menschen dargebracht, sondern von Gott dem Menschen geschenkt; der Mensch erfährt sich als der Beschenkte:

"Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat."

Zum zweiten geht es nicht darum, einen Gott gnädig zu stimmen. Wieder ist es umgekehrt, dass Gott uns umstimmen und anders haben möchte:

"Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer." - Dieser Satz, zweimal von Jesus ausgesprochen, befindet sich schon im Alten Testament, beim Propheten Hosea. - Gott ist ein Gott der Liebe, und diese Liebe möchte uns umgestalten.

- Gerade in der Liebe erfahren wir Gott als den Gebenden; der Mensch aber ist der Empfangende, der Beschenkte und Weitergebende.

"Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat."

Er hat uns zuerst geliebt, und alles im Leben, der Glaube an Gott und jede Liebe, die wir empfangen und erwiesen haben, ist Antwort auf diese eine Liebe, die uns von Gott her geschenkt ist.

Die Opfer, die von uns im Leben verlangt sind, sind eine Antwort auf das Geliebt sein von Gott. - Wenn Gott uns so sehr geliebt hat, müssen dann nicht auch wir einander lieben?

Wenn von uns nun ein Opfer verlangt ist, dann in der Gemeinschaft mit Christus, weil er uns zum Gebot der Liebe verpflichtet und uns in seine Nachfolge gerufen hat: "Wer mein Jünger sein will, verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach."

In Maria erkennen wir, wie man in rechter Weise Gott ein Opfer darbringt; wie man sich in rechter Weise mit Jesus Christus, der eigentlichen Opfergabe, verbindet.

Schon bei der Berufung Mariens, die Mutter Jesu zu werden, zeigt sich, wie sehr Maria schon vorweg eins geworden ist mit Jesus Christus, der am Ölberg zu Gott, dem Vater, gebetet hat: "Nicht mein, sondern dein Wille geschehe." - Das JA zum Willen des Vaters, das ist schon das erste Opfer, das Maria bringt im Hinblick auf Jesus Christus. - Und wir alle sind dazu bestimmt, Christus ähnlich und ihm gleichförmig zu werden.

Wenn wir die heilige Messe feiern, beten wir ja auch im "Vater unser": "dein Wille geschehe". - Das soll dann aber weniger ein Opfer sein, als viel mehr noch ein Vertrauen, ein sich Auftun für das Beschenkt sein von Gott.

Die ganze Messfeier zeigt das Wesen des christlichen Opfers. Jesus ist der Gebende: "Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird"; "mein Blut, das für euch ... vergossen wird zur Vergebung der Sünden." - Und wir sind die Beschenkten, die Empfangenden, die von Gott her geliebt sind.

"Jesus sagt: ‘Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben ... Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben ... er bleibt in mir und ich bleibe in ihm’."

Amen.

Die Predigt: gesehen bei www.kirchenweb.at
Mit freundlicher Erlaubnis vom Webmaster Werner
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