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Nikolausfest
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Nikolausfest - am 6. Dezember, auch Nikolaustag genannt.

Einer der beliebtesten Heiligen ist zweifelslos der heilige Nikolaus. Zahlreiche Legenden gibt es über den heiligen Nikolaus und so soll der heilige Nikolaus drei arme Mädchen mit Gold beschenkt haben, die in den Nächten einsam am offenen Fenster sitzen mußten um auf diese Art, reichen Jünglingen angeboten zu werden, da der Vater, früher ein reicher Edelmann, verarmt war.

Aber ganz besonders freuen sich die Kinder auf diesen Tag.
Vielerorts stellen die Kinder einen Stiefel oder Schuh am Vorabend des Nikolaustags vor die Tür um vom Nikolaus beschenkt zu werden. Die Kinder erhoffen sich dann im Schuh süße Gaben, wie Nüsse, Äpfeln, Lebkuchen, Schokolade usw zu finden.

Womöglich kommt ja der Brauch, einen Stiefel vor die Tür zu stellen, von der Legende der beschenkten Mädchen.

In der Heutigen Zeit kommt der Nikolaus meist persönlich bei den Kindern vorbei. Dies geschieht meist am Abend des 5. Dezember oder am 6 Dezember. Der Nikolaus will dann meist von den Kindern auch wissen ob sie brav geswesen sind und auch fleißig das gemacht haben, was ihnen die Mutter befohlen usw. Der Nikolaus hat auch einen Begleiter, den Krampus auch Knecht Rupprecht genannt (siehe Nikolaus-Begleiter), der schon mal mit der Rute droht.

Die Kinder, wenn sie nicht ängstlich sind, sagen dann meist kleine Sprüche auf wie zum Beispiel:

Nikolaus, komm in unser Haus,
leer deine große Tasche aus,
Stell deinen Schimmel untern Tisch,
daß er Heu und Hafer frißt.
Heu und Hafer frißt er nicht?
Zuckerbrezel kriegt er nicht.
(Volksmund)

Ach, du lieber Nikolaus,
komm ganz schnell in unser Haus.
Hab so viel an dich gedacht!
Hast mir doch was mitgebracht?

Sankt Nikolaus, leg mir ein,
was dein guter Wille mag sein.
Äpfel, Nuss und Mandelkerne
essen kleine Kinder gerne!

Heute erhalten die Kinder am Nikolaustag meist nur ein wenig Süßigkeiten und die große Bescherung gibt es dann zu Weihnachten.

Martin Luther schaffte um 1535 die Kinderbescherung durch den Heiligen Nikolaus ab, welcher bis dahin allein der Gabenbringer der Kinder war.

So erhielten die Kinder seitdem am Weihnachtstag die Gaben durch den "heiligen Christ"

Das Christkind eroberte zunächst das evangelische Deutschland bevor es sich nach Bayern und auch ins Rheinland ausbreitete.

Erstmalig taucht das Wort Weihnachtsmann im 18. Jh. auf. Bis dahin hat überall das Christkind die Gaben überreicht und das Christkind kommt auch heute noch in den meisten Regionen.

Das Christkind wurde aber in vielen Orten durch den Weihnachtsmann ersetzt und der Weihnachtsmann ist weiter auf dem Vormarsch in seiner Verbreitung.

Grossen Anteil an seiner Verbreitung hat kein Geringerer als Heinrich Hoffmann von Fallersleben der das dazu passende Lied Morgen kommt der Weihnachtsmann, im Jahre 1835 geschrieben hat.

Die typisch rote Kleidung mit dem weissen Pelzbesatz bekam der Weihnachtsmann 1932 durch eine grosse Werbeaktion von Coca Cola.

Seit diesem außerordentlichen Werbefeldzug ist der Weihnachtsmann mit seinem roten Mantel und dem weissen Pelzkragen zum Standart geworden.


Zu den ungarndeutschen Kindern kam der Nikolaus (Niglo, Nikloos, Niklasch) in früheren Zeiten „persönlich“. Er hatte meist einen nach außen gekehrten Schafspelz und eine lange Leinenhose an. Auf dem Kopf trug er eine tief ins Gesicht gezogene Pelzmütze und an den Füßen große Stiefeln, er hatte auch einen Schnurrbart und einen Bart aus Hanf. Bevor der Nikolaus das Zimmer betrat, rasselte er draußen mit seiner Kette. Die Kinder mussten ihm Gebete und Verse aufsagen und Lieder singen. Die meisten dieser Verse und Lieder preisen den Nikolaus und fordern ihn zum Gabenspenden auf, wie:

Nikolaus, Nikolaus, lieber Mann, klopf an unserer Türe an!
Wir sind brav, drum bitte schön, lass die Rute draußen stehn! (Elek - Ungarn)

Heiliger Nikolaus, ich stelle meine Schuhe hinaus.
Tue mir was hinein, dann werde ich immer folgsam sein. (Waschkut/Vaskút - Ungarn)

Nachdem die Kinder ihr Können gezeigt hatten, wurden sie vom Nikolaus mit Dörrobst (Hutseln), Nüssen, Äpfeln, später auch schon mit Süßigkeiten beschenkt. In manchen Dörfern Südungarns erschien der Nikolaus mit seinem Knecht, mit einem Krampus, der schwarz gekleidet war und sein Gesicht mit einem schwarzen Tuch verhüllt hatte. Der Nikolaus verteilte die Geschenke und der Krampus die Rutenschläge.

Inhalt mit freundlicher Unterstütztung von
Gregor Gallai
E-Mail: wir@donauschwaben.hu
gepostet von Gregor Gallai am:
Date: Thu, 13 Dec 2007 15:20:50 +0100
http://www.donauschwaben.hu/

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