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Namenstag
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Namenstag -

Namenstag nennt man jenen Tag, der dem Andenken des Heiligen geweiht ist, dessen Namen Jemand trägt. Da nämlich der gute Christ seinen Namenspatron (siehe dort auch) wie einen Vater ehrt, so ist ihm auch der Tag ehrwürdig, an dem die Kirche das Andenken dieses Patrones begeht. Sinnige Christen ehren diesen Tag besonders durch Erneuerung des Taufbundes, durch eifrige Anrufung der Fürbitte ihres Patrones, durch aufrichtiges Bereuen, bisher so wenig in die hl. Fußstapfen des selben getreten zu sein, und durch den frommen Vorsatz, in Zukunft um so mehr das Tugendbeispiel des selben nachzuahmen: auch empfangen Einzelne an diesem Tage die hl. Sakramente der Buße und des Altares, und begehen den selben überhaupt wie einen Feiertag.

Merkwürdig ist, daß nach dermaliger Sitte Bekannte und Verwandte demjenigen, dessen Namenstag ist, schriftlich oder mündlich Glück wünschen. Es hat diese Sitte nur dann einen Wert, wenn derjenige, dem man Glück wünscht, wirklich dadurch Glückwünsche verdient, daß er bisher seinen Wandel nach dem des Patrones einrichte, und wenn er zugleich zur Hoffnung berechtigt, sich möglichst zu befleißen, demselben in Zukunft noch ähnlicher zu werden. Leider ist diese Anschauungsweise so ziemlich den Glückwünschenden fremd, und daher auch das Glückwünschen selbst in der Regel bloses Formelwesen.

Quelle: Encyklopädie für die katholische Theologie und ihrer Hilfswissenschaften von 1851


Testauszug aus Meyers Encyklopädie von 1877
Namenstag, Tag, der im Kalender dem Heiligen dessen Namen man führt, gewidmet ist und in römisch-katholischen Ländern statt des Geburtstags, von den Griechischkatholischen aber, namentlich bei den Südslwen, als eines der größten Feste im Jahr gefeiert wird.

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