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Laurentiustag - Der hl. Laurentius (10. August)
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Der heilige Laurentius - Mann aus Laurentum (latein.)

Ihr Festtag, Gedenktag oder auch Verehrungstag genannt ist der 20. Juli

* unbekannt

am 10. August 258

„Wo gehst du hin ohne deinen Sohn, Vater? Wohin eilest du, heiliger Priester, ohne deinen Diakon? Du hast niemals das heilige Opfer dargebracht, ohne daß ich dir bei dem Altare diente! Was hat dir, Vater an mir mißfallen? Hast du mich vielleicht ausgeartet gefunden? Prüfe noch einmal, ob du einen würdigen Diener auserwählt, dem du die Ausspendung des Blutes des Herrn anvertraut hast? ”

So fragte Laurentius, der zu Rom der Erste unter den Diakonen war, den heiligen Vater Sirtus II., als dieser zum Tode geführt ward. Sehnlichst verlangte der Heilige, mit dem Papste die Marterkrone zu erlangen. "Ich lasse dich nicht zurück, mein Sohn, noch verlasse ich dich, tröstete ihn der heilige Vater; sondern dir steht ein großer Kampf bevor. Ich als Greis habe einen leichtern Streit; deiner aber als Jüngling wartet ein schöner Triumph über den Tyrannen. Nach drei Tagen wirst du, Levite, dem Priester folgen." Mit hoher Freude erfüllte die Nachricht den Heiligen, daß er in so kurzer Zeit für seinen Gott und Herrn sterben dürfte. Er teilte alle Schätze der Kirche unter die Armen aus, damit sie nicht eine Beute der Heiden würden. Kaum getan: wurde er schon ergriffen. Der gottlose Verfolger wähnte große Schätze durch den Diakon zu erhalten und forderte ihn auf, selbe ihm auszuliefern. Laurentius versprach es, nur solle er ihm eine kurze Frist dazu gönnen. Es wurden ihm drei tage Zeit gegeben. Während dieser Zeit brachte der Heilige alle Arme, Kranke, Witwen, Waisen, Blinde, Lahme, Leidende jeder Art zusammen, stellte sie dem Statthalter vor und sprach:

„Hier sind die Schätze der Kirche.”

O wahres Wort! Die Leidenden und Bedrängten behütet die Kirche seit ihrer Stiftung wie ihre kostbarsten Schätze. Darüber entbrannt läßt der Habgierige den Heiligen aus teuflischer Rache in ausgedachter Weise martern. Ein Rost wird herbeigeschafft, und der Heilige daraufgelegt; jetzt wird schwaches Feuer darunter gebracht, um denselben langsam zu braten. Nichts gewinnst du, wilde Grausamkeit! Die Liebe zu Jesu konnte durch die Flamme nicht überwältigt werden, und schwächer ist das Feuer, welches Aussen brennt, als Jenes, von dem der Heilige Innen entzündet ist. Wunderbar! Übermenschlich! Der Heilige spricht:

„Laß mich umwenden, auf dieser Seite bin ich gebraten genug.”

Wer fasst die Seelengröße ? Nach einer Weile der entsetzlichsten Schmerzen:

„Jetzt bin ich hinreichend gebraten; jetzt kannst du von meinem Fleische essen.”

Du hast Recht, Heiliger! der Stadthalter ist wie ein fleischfressendes wildes Tier. Es leidet, betet der Heilige; er betet für die Bekehrung Roms, und unter diesem Gebete schwingt sich seine große Seele zum Himmel empor am 10. August im Jahre 258. Heilige Väter schreiben die gänzliche Bekehrung Rom`s wirklich der Fürbitte des Heiligen Laurentius zu.

Quelle: Legende der Heiligen für die katholische Schulen und katholische Familien von Karl Borromäus Bestlin, Stadtpfarrer in Weil der Stadt (Wiesensteig, 1857)

Bild: Holzstich aus dem Buch Legende von den lieben Heiligen Gottes (1863)

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