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Kloß - Klöße, Klößchen, Knödel
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Kloß, Knödel -
  • Semmelknödel
    Bild rechts: Original Bayerische Semmelknödel wie Sie in ländlichen Regionen Oberbayerns zubereitet werden.

    Hier nun ein Rezept für 3 Bayerische Semmelknödeln von Josef Dirschl mit 18 Bildern erklärt

  • Kartoffelknödel
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  • Zwetschenknödel
  • Germknödel
  • Quarkknödel
  • Apfelknödel,
  • Topfenknödel,
  • Spinatknödel

Klößchen
Klößchen in Suppen oder Ragouts und Fricasses.

Bei der Bereitung aller Klößchen und größeren Klöße, diesem durch und durch deutschen National- und Libelingsgericht, hat man sehr genau auf die richtige Zusammensetzung und das gehörige Mengenverhältnis der Bestandteile, auf die Feinheit und Trockenheit des Mehls, die Frische der Eier und die genügende Bearbeitung des Teiges zu sehen, wenn die Klöße geraten sollen.

Es ist namentlich Anfängerinnen zu raten, jedesmal erst einen Probekloß in das kochende Salzwasser oder die Fleischbrühe einzulegen, um zu sehen, wie derselbe gerät, und danach zu beurteilen, ob die Teigmischung richtig ist; fällt der Kloß beim Kochen auseinander, so muß man dem übrigen Teig etwas mehr Mehl oder geriebene Semmel und Eidotter zusetzen; wird der Probekloß zu fest, so fügt man dem übrigen Teig etwas Milch oder Wasser oder auch ein ganzes Ei zu, um die übrigen lockerer zu machen.

Eine Hauptbedingung des Gelingens ist es, alle Arten Klöße nur in stark wallende Flüssigkeit einzulegen, sei dies nun Wasser, Fleischbrühe oder Milch; gewöhnlich deckt man den Topc, worin die Klöße kochen, nicht zu; kommen die Klöße auf die Oberfläche, so rüttelt man den Topf oder das Casserol etwas hin und her und läßt die Klöße nur noch wenige Augenblicke kochen, um sie dann heraus zu nehmen und sofort in die Suppe oder als selbstständige Schüssel zu Tisch zu geben, da jeder Kloß durch das stehen, nachdem er fertig ist, fest wird und seinen Wohlgeschmack verliert.

Die verschiedenen und sehr mannigfaltigen Arten von Klößchen in Suppen oder Ragouts s. bei deren Hauptbestandteilen, wie z. B. Apfelklößchen, Austernklößchen, Butterklößchen, Schokoladenklößchen, Eier-, Farce-, Fisch-, Fleisch-, Graupen-, Griesklößchen u. s. w.

Klößchen angebrannte
1/2 Liter Wasser wird mit 125 Gramm Butter zum Kochen gebracht, worauf man unter dortdauerndem Umrühren 25 Gramm Mehl hineinschüttet und über dem Feuer zu einem steifen Brei verrührt, bis derselbe sich von Gefäß ablöst, wonach man ihn vom Feuer nimmt, ein wenig auskühlen läßt und nach und nach fünf gut zerquirlte Eier, einen Kaffelöffel Salz und eine Prise Muskatnuß mit noch ein wenig Butter hinzu mischt, Alles nochmals über dem Feuer klar rührt, dann nach dem Erkalten auf einem mehlbestreuten Brett kleine runde Klößchen daraus dormt, dieselben in Salzwasser gar kocht und in Fisch-, und Bouillonsuppen einlegt.

Klöße
Von diesen gilt ganz dasselbe, was wir bereits bei den Klößchen erwähnt haben, nur daß die Klöße größer gemacht, entweder mit den Händen rund geformt oder mit einem in siedendes Wasser eingetauchten Löffel abgestochen und meistens in Salzwasser gar gekocht werden (außer den Fleischklößen und den gebackenen Klößen), worauf man sie entweder zu Braten, Schinken, Bratwurst, auch zu gekochtem Fleisch mit irgend einer Sauce gibt, oder auch mit gekochtem Obst sowie irgend einer Sauce, zuweilen auch nur mit brauner Butter übergossen, als selbstständiges Gericht aufträgt.

Es gibt z. B. Apfelklöße, Birkhuhnklöße, Birnenklöße, Brodklöße, Buchweizenmehlklöße, Fleischklöße, Griesklöße, Grützklöße, Kartoffelklöße, Brandklöße, Brühklöße, Fränkische Klöße, Frankfurter Klöße, Kapuziner Klöße, Karlsbader Klöße, Karthäuser Klöße, Koburger Klöße, Saure Klöße, Schälköße, Schwäbische Klöße, Schwedenklöße, Serviettenklöße, Thüringer Klöße, Topfklöße, Türkische Klöße, Wickelklöße, Leberklöße, Semmelklöße usw.

Quelle: unter anderem aus einem Lexikon der Kochkunst von 1886

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