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Helau
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Helau -

Der Ruf „Helau” ist in vielen Karnevals- und Fastnachtshochburgen verbreitet und somit der bekannteste unter den Narrenrufen. Irrtümlicherweise wird er oft mit „ll” geschrieben, diese Schreibweise ist jedoch nicht richtig. Über seine Entstehung gibt es zahlreiche Erklärungsversuche. Am Niederrhein soll das „Helau” einmal ein Hirtenruf gewesen sein. Eine weitere Erklärung leitet „Helau” vom biblischen Jubelruf „Halleluja” ab. Ebenso gibt es Erklärungen das es sich vom Begriff „Hölle auf” oder „hel auf” (hel = germanische Götting der Unterwelt, hieraus hat sich der Begriff „Hölle” entwickelt) ableitet, denn Karneval und Fastnacht werden schon seit sehr langer Zeit gefeiert, um den Winter und die bösen Geister, die bei der Öffnung der Hölle auf die Erde kamen, zu vertreiben. Weiterhin gibt es eine Deutung, dass der Ruf von „hell auf” (lachen) oder dem englischen „Hello” ableiten könnte.

Nicht ganz ernst zu nehmen sind wiederum folgende Erklärungen, die den Ruf vom Begriff „hellblau” oder „halbblau” als Deutung des Alkoholpegels ableiten. Ebenso zweifelhaft dürfte eine Herleitung vom alten Ruf „Hol über” sein, mit dem „Spätheimkehrer” nach dem Besuch – nicht nur – karnevalistischer Veranstaltungen die Fähre von der anderen Rheinseite heranholten.

Mainz und Helau - Der Karnevalsruf wurde im Jahr 1935 von einer Abordnung der Mainzer Prinzengarde aus Düsseldorf mitgebracht. Er setzte sich in der mittelrheinischen Karnevalshochburg anfangs nur sehr zögerlich durch. Inzwischen ist er im Bereich von der deutsch-französischen bis zu deutsch-tschechichen Grenze im mittleren Deutschland der am meisten gebräuchliche Narrenruf. Die sprachliche Grenze zum im Kölner Raum gebräuchlichen „Alaaf” verläuft entlang der ripuarisch-moselfränkischen Sprachgrenze, also ungefähr auf einer geografischen Linie Bonn - Bad Neuenahr-Ahrweiler, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen. Im Ruhrgebiet und auch weiter nördlich ist der Fastnachtsruf „Helau” inzwischen ebenso weit verbreitet. Im Süden hingegen wird bis in den Pfälzer Raum und an die alemannische Sprachgrenze „Helau” als Fastnachtsruf benutzt, oft in Verbindung mit den jeweiligen Städtenamen (z. B. „Kalau” in Kaiserslautern oder „Malberg Helau” im Westerwald). In östlicher Richtung wird „Helau” bis an die sächsische Sprachgrenze ausgerufen.

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