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Jakobiner
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Jakobiner - Name der Dominikaner in Frankreich

Kaum hatte die Stiftung des heiligen Dominicus durch Papst Hunorius III. kirchliche Bestätigung erhalten, als sich kurz nach einander in Frankreich mehrere Klöster nach seiner Regel erhoben.

Eines der ersten war das zu Paris, gegründet von dem P. Mathias in der Straße St Jaques, woher seine Bewohner bald Jacobiner gennat wurden, ein Name, der sofort den Dominicanern oder Predigerbrüdern in ganz Frankreich verblieb. Aber wie das Kloster zu Paris allen Söhnen des heiligen Dominicus denselben Namen verlieh, so erhielt auch von diesem Kloster ein Verein mit ganz andern Zwecken seine Benennung. Als sich nämlich im Anfange der französischen revolution das Clubwesen ausbildete und dieser selbst die festeste Stütze gewähren sollte, hielt ein solcher Club seit dem Anfange des Jahres 1790 seine Sitzungen im Refectorium des Jacobinerklosters in der Straße St. Honovre, wohin dieses verlegt worden war, und wurde daher Jacobinerclub genannt, ein Name, der in der Schreckenszeit der Revolution selbst eine so traurige Berühmtheit erlangt hat. Nachdem dann der Jacobinismus seine furchtbaren Verheerungen in der wankenden Gesellschaft angerichtet hatte, wurde auch gegen ihn ernstlich aufgetreten.

Zur Zeit der Thermidoristischen Reaction gegen seinen Terrorismus wurde der Jacobinerclub geschlossen (12. November 1794). Damit hörten jedoch jacobinische Gesinnungen, Verbindungen und Umtriebe so wenig auf, als die Bezeichnun g Jacobiner für Revolutionärs, wiewohl es mit der Versammlung im bisherigen Local für alle Zeiten vorüber war. Am 24. Juni 1795 decretierte der Nationalconvent, die sämtlichen Gebäude des vormaligen Jacobinerklosters zu verkaufen. Darauf wurde dasselbst ein Markt eröffnet, der ein Zeit lang Jacobinermarkt hieß, jetzt aber die Benennung Markt St. Honovre trägt.

J. Wachsmuth, Geschichte Frankreichs im Revolutionszeitalter. Hamburg 1842. Bd. II, Seite 392. Über die neuerliche Wiedereinführung der Dominicaner in Frankreich siehe Katholik, Jahrg. 1849, Novemberheft, zweite Hälfte 548.

Quelle: ein Kirchen Lexikon von 1850

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