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Aberglaube – der Begleiter durch das ganze Jahr
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ABERGLAUBE – der Begleiter durch das ganze Jahr
Noch heute sind Spuren früheren Aberglaubens weit verbreitet, z.B. die Angst vor der Zahl 13 oder vor einer den Weg kreuzenden schwarzen Katze. Bis ins letzte Jahrhundert waren in weiten Teilen der Bevölkerung noch der Glaube an übersinnliche Kräfte und Mächte für das zähe Festhalten an Altbewährtem und Althergebrachten tonangebend.

Die meisten Sitten und Bräuche begleiteten die Menschen in wesentlichen Bereichen ihres Daseins während der Schwangerschaft und Geburt, Hochzeit und Ehe, Krankheit, Tod und Begräbnis. Brauchtum hält aber auch im Alltag von Broterwerb und Viehzucht sowie bei unseren damaligen Feierlichkeiten die Familien, die Verwandtschaft als auch die gesamte Dorfgemeinschaft zusammen. Auch der Glaube an übersinnliche Kräfte und Mächte ist für uns in allen Bereichen des Lebens mit prägend. Nachfolgend sind einige der bekanntesten alten Regeln zusammengetragen, die Aberglauben, oder vielleicht den Sinn, manche uralten Rituale erkennen lassen.

Alltag
Gepflügt wird nur dienstags, donnerstags und samstags, andere Tage bringen kein Glück. Gesät wird nur nach dem ersten Mondviertel; die Saat die im ersten Viertel ausgebracht wird, gedeiht nicht. Um das Vieh vor dem "Behexen" zu bewahren werden an der Stalltür gesegnete Palmzweige aufgehängt und der Stall mit Wermut ausgeräuchert. Aus dem gleichen Grunde dürfen sich keine alten Frauen im Stall aufhalten. Das Vieh wird ebenfalls nur dienstags, donnerstags oder samstags auf die Sommerweide getrieben. Beim Melken des Viehs dürfen nur Mitglieder des Hauses sprechen dem der Stall gehört. Sprechen andere, nimmt die Milchzufuhr ab und die Kühe stehen bald "trocken".

Katzen
Um die Katze rankt sich allerlei Aberglaube. Besonders die schwarze Katze gilt als Überbringer des Unglücks. Als Glücksbringer dagegen gelten die bunten Katzen. Das negative Bild der schwarzen Katze resultiert aus dem Mittelalter, wo man sie für Gehilfen der Hexen hielt. Zur Zeit der Hexenverfolgungen wurden schwarze Katzen mit dem Ziel verfolgt, das Teufelsgetier auszurotten. Wenn eine schwarze Katze einem über den Weg läuft, so bringt das Unglück. Um das zu verhindern, muss man drei Steine über die Katzenspur werfen oder auf einen Stein spucken. Leckt sich die Katze gegen den Haarstrich, so folgt Regen. Frisst die Katze Gras, regnet es auch bald. Kratzt die Katze am Tischbein oder an einem Brett, dann wird es windig. Geht sie längere Zeit nicht aus dem Haus, so wird es kalt.

Auch andere Tiere wurden früher als Glücks- oder Unglücksanzeiger angesehen wenn:

  • gelbe Schnecken über den Weg laufen
  • man Fledermäuse sieht
  • Raben oder schwarze Vögel auf dem Dach sind
  • Hunde heulen oder ein Loch graben, so bedeutet das eine Todesanzeige oder einen Feuerbrand
  • der Maulwurf um das Haus, unter dem Dach oder auf dem Grabe stößt
  • man das erste Mal im Jahr einen Storch sieht und hat kein Geld in der Tasche, so hat man das ganze Jahr hindurch wenig Geld
  • Spinne am Morgen bringt Kummer und Sorgen.

Brautzeit und Hochzeit
In der Weihnachtsnacht werfe ein heiratslustiges Mädchen einen Schuh über ihren Kopf. Wohin die Schuhspitze zeigt, zeigt woher er kommen wird. Nach alter Tradition bringt es Unglück, wenn sich Braut und Bräutigam am Morgen vor der Hochzeit sehen. Die Braut soll das Brautkleid nicht vor der Hochzeit anziehen, sonst löst der Bräutigam die Verlobung. Erlischt eine Kerze während der Trauung, stirbt einer der Brautleute früh, erlöschen an beiden Seiten des Altars die Kerzen, sterben beide früh. Brennen die Kerzen nur kümmerlich oder flackern stark, erleidet die neue Familie viel Leid in der Ehe. Wenn es der Braut in den Kranz regnet, so wird sie viel Grund zum Weinen haben. Die Braut soll Handschuhe und Kranz vor der Trauung in den Hut des Bräutigams legen, dann bekommt sie das Sagen im Haus. Die Frau soll nach der Hochzeit vor dem Mann ins Haus treten und dreimal sprechen: "Ich bin der Wolf und du das Schaf." Auch so bekommt sie die Herrschaft über den Mann. Will eine Frau die Oberherrschaft in der Ehe, so sorge sie dafür, dass sie ihren Fuß zuerst über die Schwelle setzt. Aber sie soll auch nicht zu weit vorlaufen, sonst muss sie später im Hause alles alleine machen. Wirft die Braut nach der Trauung ihren Brautstrauß in die Schar der Hochzeitsgäste, so wird jenes Mädchen als nächste heiraten, die ihn auffängt. Wenn sich ein starker Wind erhebt und der Schleier der Braut auffliegt, werden sich die Eheleute nicht gut vertragen.

Geld
Wenn man eine Geldbörse verschenkt, so muss man einen Glückscent hinein legen, sonst bringt das Geschenk Unglück. Außerdem würde sich das Geld sonst nicht vermehren. Juckt deine linke Hand, so wirst du heute unerwartet Geld bekommen. Fällte eine Münze auf den Boden, heißt es: "Liegt Geld auf dem Boden, geht es zur Tür hinaus."

Glück und Unglück
Beim Einzug in eine neue Wohnung sollte man Brot und Salz als erstes hineintragen, damit Glück und Segen in der neuen Wohnung herrschen. Überdies wird man an diesen Dingen später keinen Mangel haben. Wenn man am Abend den Kehricht aus dem Haus trägt, so trägt man das Glück aus dem Haus. Es bringt Unglück, wenn man ein Messer findet (aber liegen lassen!). Einem Schornsteinfeger zu begegnen, bedeutet Glück. Sieht man auf der linken Seite des Weges eine Schafherde, so heißt es: "Schafe zur Linken, das Glück wird dir winken." Ein Hufeisen über die Außentür der Wohnung genagelt bringt Glück und hält böse Mächte fern. Hängt man es aber mit der Öffnung nach unten, fällt das Glück heraus. Wenn man einen Spiegel bricht, hat man sieben Jahre kein Glück.

Blumen
Gänseblümchen - Steckt sich ein Mädchen Gänseblümchen ins Haar, so heißt das, sie will nicht heiraten. Margeriten - Jeder kennt das Spiel ... er liebt mich, er liebt mich nicht. Darüber hinaus soll ein Margaritenstrauß Freude und Harmonie ins Haus bringen. Rosen, die Blumen der Liebe - Ein roter Rosenstrauß ist eine Liebeserklärung. Sind die Rosen aber gelb, heißt das, ich liebe eine/n andere/n, sind sie weiß heißt das, ich liebe dich nicht. Tulpen - Tulpen sollen gebrochene Herzen heilen können. Nach einem Streit sollen Tulpen die Versöhnung herbeiführen.

Schwangerschaft und Geburt
Wenn man eine Wöchnerin besucht, besprenge man sie mit Weihwasser und mache das Kreuzzeichen, damit das Kind und die Mutter gesund bleiben und ihnen kein Unglück zustößt Eine Schwangere soll essen, was ihr schmeckt, denn dann ist das Kind später nicht wählerisch beim Essen. Eine Schwangere soll nicht unter einer Wäscheleine hindurch gehen, sonst wickelt sich die Nabelschnur um das Kind. Eine Frau, die ein Kind erwartet, darf bei einem Brand in der Aufregung nicht mit der Hand über ihr Gesicht fahren, sonst bekommt das Kind im Gesicht ein Feuermal. Legt ein Huhn ein Ei ohne Dotter, so muss man das Ei über das Nachbarhaus werfen, sonst wird eine alte Frau ein Kind bekommen. Die Wiege eines Kindes darf vor der Geburt nicht geschaukelt werden, sonst wird das Kind später viel weinen. Dem neugeborenen Kinde bindet man auf die rechte Hand ein rotes Band, damit es nicht "beschrien" wird. Kleine Kinder soll man nicht messen, nicht durch ein Fenster heben und nicht über sie hinweg springen oder über sie steigen, sonst wachsen sie nicht mehr. Kindern unter einem Jahr soll man die Fingernägel nicht schneiden, sondern abbeißen, schneidet man sie, wird das Kind ein Dieb. Mit großer Sorgfalt wird der Pate ausgesucht, da man glaubt, dass das Kind "auf seinen Paten kommt".

Tod und Beerdigungen
Wer eine Sternschnuppe sieht, soll "sich etwas wünschen dürfen". Wer hingegen drei Schnuppen sieht, wird bald sterben, wenn er nicht in derselben Nacht wenigstens einen weiteren sieht. Nach einem Todesfall sollen in dem Haus keine Türen zugeschlagen werden, da das den armen Seelen schmerzt. Verliert eine Familie ein Kind, so soll sie dem Nächsten nicht denselben Namen geben, sonst wird auch dieses Kind sterben. In einen Sarg soll nichts mit einem Namenszug gelegt werden, sonst stirbt die Familie, dessen Namenszug drauf steht daraufhin aus. Fällt jemandem ein Gegenstand in das Grab, so heißt es, dass er auch bald sterben wird. Beim Leichenschmaus soll man einen Platz für den Verstorbenen frei lassen und auch für ihn decken. Bei einer Feier sollte man auf die Gästezahl achten, sind 13 Gäste auf einer Feier, stirbt einer davon bald, oder erfährt ein Unglück.

Aberglauben hin, Aberglauben her, er ist jedenfalls zu allen Zeiten unseres Daseins die besondere Würze des Lebens, und Goethe hatte recht als er sagte: „Der Aberglaube ist die Poesie des Lebens.“

Mit freundlicher Unterstützung von Bernhard Michels
Titel: ABERGLAUBE – der Begleiter durch das ganze Jahr
Autor: Bernhard Michels
Copyright: Bernhard Michels, 34434 Borgentreich, Am Stadtweg 4
E-Mail: bernhard-michels@gmx.de
gepostet von Bernhard Michels am:
Date: 13.04.2010 20:55


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