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Eisenkuchen
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rundes Waffeleisen Eisenkuchen - Hohlhippen oder Waffeln

Zur Anfertigung dieser Art von Gebäck bedient man sich der Waffeleisen, deren es verschiedene Arten gibt. Zur Herstellung der gewöhnlichen Waffeln, die etwas dick sein müssen, bedient man sich viereckiger oder runder Eisen, die ziemlich groß kariert sind; in den runden Eisen backt man jedesmal 4-5 herzfürmige Waffeln zu gleicher Zeit. Die portugiesischen Eisen sind kleiner und feiner kariert. Zu den Zimt- und Oblatenwaffeln verwendet man runde Eisen, die verschiedene Verzierungen, Arabesken, Rosetten und dergleichen zeigen. Die Eisen dürfen nicht gewaschen werden, müssen aber vor dem Gebrauch mit Speck ausgerieben und mit einem Tuche sauber abgewischt werden; eine weitere Verwendung von Fett findet nicht statt, als nur ein ausreichendes Bestreichen mit Butter. — Sämtliche derartige Bäckereien werden auf hellem Holzfeuer hergestellt. Die Eisen müssen scharf heiß sein, ehe man den Teig hinein gibt.

Quelle:
Großes Illustriertes Kochbuch für den einfachen bürgerlichen und den feineren Tisch, unter Mitwirkung praktischer Hausfrauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, herausgegeben von Mathilde Ehrhardt aus dem Jahr 1902

Rezept 1846 Schokoladewaffeln von Mathilde Erhard

Feines oder portugiesisches Waffeleisen 100 g süße Mandeln werden ungeschält mit 2 Eiweiß recht fein gestoßen. Danach rührt man 100 g geklärte Butter zu Sahne *), fügt alsdann 100 g fein gestoßenen Zucker hinzu, sowie nach und nach 8 Eidotter und rührt alles recht schaumig. Num gibt man 100 g fein geriebene Schokolade, die Mandeln und 50 g. Mehl, sowie den Schnee von 6 Eiweiß darunter und backt die Waffeln in einem feinen Eisen (Fig. 582) auf beiden Seiten hellbraun. Während sie noch warm sind, bestreut man sie mit Zucker und legt sie über das Nudelholz, damit sie sich krum ziehen.

Quelle:
Großes Illustriertes Kochbuch für den einfachen bürgerlichen und den feineren Tisch, unter Mitwirkung praktischer Hausfrauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, herausgegeben von Mathilde Ehrhardt aus dem Jahr 1902

Rezept 1847 Vanillewaffeln von Mathilde Erhard

längliches Waffeleisen 250 g geklärte Butter wird zu Sahne gerührt, *) dann werden nach und nach 6 Eigelb dazu gegeben. Nun rührt man 200 g Mehl mit etwas Salz und soviel recht guter Milch oder süßer sahne glatt, bis man einen Teig erhält, der etwas dicker ist, als Eierkuchenteig Diesen gibt man zu der Butter und den Eiern, fügt noch einen großen Löffel Vanillezucker hinzu und rührt alles gut durch, zuletzt zieht manden Schnee der 6 Eiweiß leicht darunter und backt die Waffeln im Eisen (Fig. 584) nach Vorschrift hellbraun. Man gibt sie warm, mit Zucker und Zimt bestreut oder mit Marmelade bestrichen zum Kaffee oder Tee.

Quelle:
Großes Illustriertes Kochbuch für den einfachen bürgerlichen und den feineren Tisch, unter Mitwirkung praktischer Hausfrauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, herausgegeben von Mathilde Ehrhardt aus dem Jahr 1902

Rezept 1848 Mandelwaffeln von Mathilde Erhard

Man schlägt 100 g Butter zu Sahne, *) gibt nach und nach 5 Eidotter, 100 g recht fein gestoßene gehäutete Mandeln, 100 g Zucker, ein wenig Zimt, Zitronenschale oder Vanille, 100 g feines Mehl, 1 Tassenkopf süße Sahne und den Schnee von 3 Eiweiß dazu. Dann verfährt man nach Rezept 1847.

Quelle:
Großes Illustriertes Kochbuch für den einfachen bürgerlichen und den feineren Tisch, unter Mitwirkung praktischer Hausfrauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, herausgegeben von Mathilde Ehrhardt aus dem Jahr 1902

Rezept 1849 Hohlhippen von Mathilde Erhard

Oblateneisen Man quirlt in einem tiefen Topf 5 Eigelb, 100 g fein gestoßenen Zucker, Vanille nach Geschmack, 100 g Mehl und nach und nach knapp ½ Liter süße Sahne. Nachdem der Teig recht glatt geworden, füllt man 1 Löffel davon in ein erwärmtes, mit Wachs ausgestrichenes Oblateneisen (Fig. 585) und backt die Hippe auf beiden Seiten hellbraun. Noch heiß, rollt man sie über ein 2-3 cm dickes, rundes Holz und läßt sie darum gerollt, bis sie steif geworden ist.

Quelle:
Großes Illustriertes Kochbuch für den einfachen bürgerlichen und den feineren Tisch, unter Mitwirkung praktischer Hausfrauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, herausgegeben von Mathilde Ehrhardt aus dem Jahr 1902

Rezept 1850 Karlsbader Oblaten von Mathilde Erhard

Die Füllung für diese Oblaten bereitet man aus 150 g süßen Mandeln, 300 g Zucker und 1/2 Vanillschote, indem man alles ganz fein stößt und gut miteinander vermischt. Zu den Oblaten wird von 4 Eidottern, 100 g Mehl und ½ Liter süßer Sahne ein Teig bereitet, wie er bei den Hohlhippen (Rezept 1849) beschrieben ist. Man backt auch die Oblaten ebenso, jedoch nur auf einer Seite hellbraun, während die zweite Seite ganz hellgelb bleiben muß. Die fertigen Oblaten werden warm gestellt. Sind alle Oblaten abgebacken, so bestreicht man immer je zwei auf der braunen Seite mit Butter, streut 1 Löffel von der Mandelfüllung darauf und legt sie zusammen. Hierauf bringt man sie nochmals in das Eisen und backt beide Seiten noch etwas nach, wobei der Zucker der Füllung schmilzt. Man legt sie flach übereinander und legt ein Tortenblech obenauf, damit sie sich nicht krumm ziehen. — Diese Oblaten kann man längere Zeit in einer Blechschachtel verwahren.

Quelle:
Großes Illustriertes Kochbuch für den einfachen bürgerlichen und den feineren Tisch, unter Mitwirkung praktischer Hausfrauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, herausgegeben von Mathilde Ehrhardt aus dem Jahr 1902


Eisen-Kuchen, ein Rezept von 1886

Sieben Eidotter werden mit 125 Gramm Zucker und der abgeriebenen Schale einer Zitrone zu Schaum gerührt, worauf man 1/2 Liter süßen Rahm und 375 Gramm feines Weizenmehl hinzumischt, das runde, wenig vertiefte, scherenartige Eisen (Waffeleisen) mit etwas in ein Läppchen gebundener Butter ausstreicht, einen Eßlöffel voll von dem Teig hinein legt, das Eisen fest zusammen drückt und über hellem Feuer von Holz oder Holzkohlen auf beiden Seiten braun bäckt. Nach dem heraus nehmen kann man den Kuchen so glatt lassen oder in Form einer Rolle oder Tüte zusammen rollen.

Ebenso kann man 250 Gramm rein gewaschene Butter zu schaum rühren, mit fünf Eidottern, etwas gestoßenem Kardamon, zwei Eßlöffel voll Zucker, 1/2 Liter kaltem Waser und 375 Gramm Weizenmehl vermischen und diesen teig auf gleiche Art backen.

Rezept: Universal Lexikon der Kochkunst, Dritte verbesserte Auflage von 1886


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