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Octave
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Octave -

Octave bedeutet in der kirchlichen Sprachweise die durch acht Tage fortgesetzte Feier gewisser Feste des Kirchenjahres, jedoch wird der Gottesdienst unter der Octave nicht so feierlich gehalten, als am Fest selbst; innerhalb der selben ist jeder Tag semiduplex und nur der achte Tag, welcher vorzugsweise Octave heißt, ist duplex, es wird an diesem Tag gleichsam die Festfeier erneuert. Schon bei den Juden war es der Brauch die höchsten Feste durch eine fortgesetzte Feier, über mehrere Tage üblich, zu begehen (3. Buch Mosis), Insbesondere wurde verordnet, daß das Laubhüttenfest feierlich am achten Tag begangen werden soll;  —   und ist von ihnen in`s Christentum übergegangen.

Von jeher war diese Auszeichnung nur den höchsten Festen des Kirchenjahres zuerkannt, welche im Verlauf der Zeit sich vermehrten, so daß heut zu Tage folgende Feste mit einer Octave gefeiert werden: das Weihnachts-, Epiphanien-, Oster-, Himmelfahrts-, Pfingst-, Fronleichnams- und Kirchweihfest; später auch die Feste Empfängnis, Geburt, Heimsuchung (in Böhmen), und Himmelfahrt Maria`s, das Geburtsfest des hl. Johannes des Täufers, das Fest der hl. Apostel Petrus und Paulus und des hl. Apostel und Evangelisten Johannes, die Feste der hl. Märtyrer und Diakone: Stephanus und Laurentius, das Fest des hl. Bischofs und Bekenners Martin und das Fest der hl. Jungfrau und Märtyrerin Agnes und der hl. Katharina (in Böhmen) sowie die Feste der vorzüglichsten heiligen Landespatrone und das Allerheiligenfest.

Nebst diesen höheren Festen, deren Octaven in den Direktorien der einzelnen Diözesen angegeben sind, ist auch das Schutzfest der Kirche in der selben mit einer Octave zu feiern. In Betreff dieser Feier unterscheidet man drei Klassen von Octaven, als: Sehr feierliche, in welchen kein Fest eines Heiligen, ausgenommen das Patrozinium, gefeiert und auch keine Votiv- und Privatseelenmesse gelesen werden darf. Solche Octavfeste sind die Octave vom Epiphanienfest, die Oster- und Pfingstwoche; minder feierliche, in denn zwar ein Heiligenfest gefeiert, aber keine Votiv- und Seelenmesse außer der Missa solennis de Requiem praesente corpore gelesen werden darf, von dieser Art ist die Octave vom Weihnachts- und Fronleichnamsfest, gemeine, in welchen sowohl jedes Heiligenfat gefeiert, als auch Votiv- und Privatseelenmessen gelesen werden dürfen: hierher gehören alle übrigen Octaven außer den genannten.

Zur Zeit der vierzigtägigen Fasten finden keine Octaven statt, dieselben werden, wenn ein fest, das eine Octave hat, in diese Zeit fällt ausgelassen.

(Bater)


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