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Die Kirchweih
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Neu hinzugefügt:

Kirchweih:
Es gibt den "Kleinen Kirchtag" (der sogenannte "Kloane Kirta"), sprich das Patroziniumsfest der örtlichen Pfarrkirche und den "Großen Kirchtag", das Fest der Weihe einer Kirche.

Beide darf man nicht verwechseln.

Kleiner Kirchtag:
Hierbei handelt es um das Schutzfest (den Namenstag des Kirchenpatrons) des heiligen Schutzpatron einer Kirche. Dieser Schutzpatron wird durch eine kirchliche Feier besonders geehrt. Diese Festfeier ist in der christlichen Kirche so alt, als das Andenken der Heiligen von den Gläubigen gefeiert wird.

Großer Kirchtag:
Kirchweihe, die religiöse Handlung, durch welche eine neu erbaute oder ihrer Bestimmung eine Zeitlang entzogene Kirche dem gottesdienstlichen Gebrauch feierlich gewidmet wird.

Sie hat ihren Ursprung in der jüdischen Tempelweihe, die auch das Fest der Lichter hieß, weil man während desselben die Wohnungen erleuchtete.

In der christlichen Kirche wurde sie erst seit Konstantin des Großen üblich. Nach Vollendung einer Kirche wird dieselbe vom Bischof unter dem Pontificale Romanum vorgeschriebenen symbolischen Handlungen feierlich konkekriert. Der Bischof kann die Weihe auch einem Priester übertragen; doch darf dieser nicht die Salbung der Kreuze mit Chrisam, sondern nur die Einsegnung (benedictio) vornehmen.

In der evangelischen Kirche werden neu erbaute oder restaurierte Gotteshäuser bloß in einem feierlichem Gottesdienste dem kirchlichen Gebrauch übergeben.

Sowohl bei den Katholiken wie auch bei den Protestanten finden alljährlich zum Andenken an die Kircheneinweihung Feste (encaenia) statt, welche den Namen Kirchweihe, Kirchmesse oder Kirmeß führen. Sie kommen schon im 9. Jahrhundert vor, haben aber nur an wenigen Orten ihren ursprünglichen Charakter behalten. Meist sind sie im Laufe der Zeit zu einfachen Volksfesten geworden, deren Hauptzweck die Belustigung ist.

Kirchweih. Dieser Ausdruck bezeichnet dreierlei:

  1. den Akt der Weihe einer Kirche;
  2. Fest der Kirchweihe (die gesammte, mit dieser Weihe verbundene liturgische Feier);
  3. Die jährliche Gedächtnisfeier der Einweihung einer Kirche
Mehr gibt es auf den Seiten von www.kirchweihseiten.de


Den Kirta - Kirchweih - eigentlich das Fest, das an die Weihe des Kirchengebäudes erinnert - gibt es schon etwa seit dem 5. Jahrhundert. Ursprünglich feierte jedes Dorf den Weihetag ihres Gotteshauses.

Für die ländliche Bevölkerung war es eines der wichtigsten Feste im Jahr, hatte man sonst doch selten die Möglichkeit bei Musik, Tanz, gutem Essen und natürlich auch beim Bier die Mühen des Alltags zu vergessen.

Dass es nach so vielen leiblichen Genüssen auch oft zu Raufereien gekommen ist, ist wohl anzunehmen. Ein schönes Beispiel dafür hat Georg Queri in seinem Singspiel "Mattheis bricht's Eis" im Kirta-Zug verewigt.

Ein richtiger Kirta dauerte drei Tage: "Sunda, Moda und Irda und es ko si leicht schicka, glei gar bis zum Migga" sagte man.

Ab 1868 wurde dann der Kirta auf den 3. Sonntag im Oktober festgelegt - nicht zuletzt um den landwirtschaftlichen "Arbeitsausfall" auf eine Zeit nach der Ernte zu legen.

Im südlichen Bayern haben sich zu diesem Tag zahlreiche Bräuche entwickelt. Man denke nur an die Kirta-Nudeln, die Kirchweih-Gans, den Kirta-Tanz oder die Kirta-Hutschn - eine große Schaukel aus einem Balken, die an Bäumen oder am Dach eines Hofgebäudes befestigt wird.

Inhalt mit freundlicher Unterstützung von:
Zellner Gerhard, Pressewart des Heimat- und Volkstrachtenvereins Starnberg
gepostet am: Fri, 3 Aug 2007 03:48:10 +0200 von Zellner Gerhard


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