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Engel
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Engel - latein. angelus; minister ac nuntius dei / v. griech. angelos, „Bote, Gesandter“

Das Deutsche Wort Engel entspricht dem lateinischem angelus und bezeichnet einen Boten Gottes.

Auch im hebräischem und griechischem bedeutet der Name Engel das Wort Bote. Der Bibel ist zu entnehmen, das Engel überirdische Geistwesen sind, die Gott dienen, besonders als Boten. Bei uns gabs daher auch früher die Bezeichnung Himmelsbote.

In dem religiösen Vorstellungskreis besonders der seminitischen Religionen und des Christentums Mittelwesen zwischen Gott, als dessen Hofstaat oder Dienerschaft sie geradezu im Orient gedacht werden und der Menschen, welchen sie als Verkündiger und Vollstrecker des göttlichen Willens erscheinen. Die biblische Vorstellung insonderheit steht im engsten Zusammenhang mit der biblischen Weltanschauung überhaupt. Da diese die Lokalität von Gottes Wohnstätte über die Erde verlegt, so dass Gott in der ältesten Sage, um sich unmittelbare Kenntnis vom Tun und Treiben der Menschen zu verschaffen, von Zeit zu Zeit herab steigen muss, so bedurfte es nur einer fortgeschrittenen Entwicklung des Gottesbegriffs, namentlich einer strengen Sonderung desselben von Welt und Natur, um an die Stelle der Gotterscheinungen (Theophanien) Engelerscheinungen (Angelophanien) treten zu lassen. Diese Engel schweben in den älteren alttestamentlichen Schriften noch in der Mitte zwischen der Versinnbildlichung des Begriffs der Naturkräfte als Mittelursachen (Pf. 104,4) und der eigentlichen Personifikation der göttlichen Exekutivgewalt (2. Röm. 19, 35).

Seit den Zeiten des babylonischen Exils hat die Vorstellung von den Engeln sich in deutlich erkennbarer Weise sinnlich verdichtet; ihre Zahl wurde Legion; ein „Heer“ von Engeln umgibt den göttlich en Thron; einige unter Ihnen stehen als „Fürsten“ und „Erzengel“ Gott am nächsten; die verschiedensten Erscheinungen der Natur sowie die Vorgänge des Geschichtslebens der Menschheit werden ihrer Einwirkung unterstellt und in beiderlei Beziehung die Funktionen unter sie verteilt. Nicht bloß die Völker haben ihre besonderen Vorstände in der Engelwelt (Dan. 4, 10), Israel z. B. im Erzengel Michael 8Dan. 12,1). Sondern auch die einzelnen Individuen haben ihre Schutzengel (Matth. 18, 10). Diese ausgebildete Engellehre durchzieht namentlich auch das ganze Neue Testament, wo ihnen insonderheit Geschlechtslosigkeit zugeschrieben wird (Matth. 22,23 ff.), letzteres im Gegensatze zu den Sadducäern, welche den Glauben an die Engel verwarfen. Allmählich nahmen die Engel auch Flügel an und wuchsen mehr oder weniger in die Gestalt der geflügelten Genien hinüber, welche die altklassische bildende Kunst erfunden hatte. Die Rangordnung der Engel beschrieb dann mit naturwissenschaftlicher Genauigkeit Dionysius Areopagita und die kirchliche Dogmatik baute die Engellehre bis ins einzelne aus, während die Praxis sich schon früher für Anrufung und Verehrung der Engel entschieden hatte. Dies verwarf dann der Protestantismus, während seine Dogmatik sich im übrigen den scholastischen Bestimmungen über die Natur der Engel anschloß.

Nach der im Judentum entstandenen Angelologie sind die Engel hierarchistisch gegliedert. Die Einteilung erfolgt nach 9 Ordnungen: Seraphim, Cherubim, Throne, Mächte, Herrschaften, Gewalten, Fürsten, Erzengel, Engel.

In der Bibel werden 3 Engel sogar mit Namen bezeichnet. Es sind dies Michael, Raphael und Gabriel. Ein vierter Engel wird als gefallener Engel bezeichnet. Hierbei handelt es sich um Luzifer, dem Satan oder auch Teufel genannt. In der Bibel werden Engel als Männer beschrieben, jedoch in alten Bildern Christlicher Maler werden Engel immer geschlechtslos dargestellt.

Die Entstehung der Engel setzten die platonisirenden Kirchenväter vor Erschaffung der materiellen Welt, die Übrigen verlegten sie auf einen der Schöpfungstage, mit Ausnahme des vierten und siebten Tages. Ebenso verschieden waren die Ansichten über das Wesen der Engel, indem ihnen Manche und besonders die zweite Synode zu Nicäa im Jahre 787, einen feinen, ätherischen oder feuerartigen Körper zuschrieben, die Scholastiker dagegen und das lateranensische Konzil von 1215 ihre Immaterialität aussprachen, noch Andere wegen der Engelserscheinungen der Schrift ihnen das Vermögen beilegten, momentan körperliche Gestalt (corpora parastatica) anzunehmen. Von Fittigen der Engel spricht zuerst der Dichter Nonnus. Der Glaube an Schutzengel, der bei Heiden und Juden, am ausgebildesten bei Philo sich vorstand, wurde in der christlichen Kirche, wo man ihn auf Matth. 18,10 und Apostelgeschichte 12,15 gründete, namentlich von Origenes verteidigt und hat zu allen Zeiten und unter allenkirchlichen Parteien seine Freunde gehabt, ist aber nie zur kirchlichen Entscheidung gekommen. Aus diesen Vorstellungen von dem Schutze der Engel und ihrem Anteil an der Weltregierung überhaupt erklärt sich dann auch die frühe Sitte, sie anzurufen und zu verehren. Freilich tadelten dies manche Kirchenlehrer auf Grund der Stelle Koloff. 2, 18, und das Konzil von Laodicea um 360 nannte es verhüllten Götzendienst; aber, nachdem die Synode von Nicäa im Jahre787 den Engeln zwar nicht eine göttliche Verehrung, aber doch eine ehrfurchtsvolle Verbeugung zugestanden hatte, befestigte sich jene Sitte immer mehr und besteht noch gegenwärtig in der griech. und röm. Kirche, während die evangelische sie verworfen hat.

Seit dem späten Mittelalter gelten Engel eher als unsichtbare Begleiter. So gab nach einer Forsa Umfrage jeder 2. an, dass er einen persönlichen Schutzengel hat.

Der persönliche Schutzengel sorgte früher für eine geistige und körperliche Unversehrtheit. So entstanden aus den Himmelswesen langsam auch unsere Weihnachtsengel.

Quellenangabe:

  • Deutsch-lateinisches Lexikon in zwei Bänden von 1829
  • Allgemeine deutsche Real Enzyklopädie (Brockhaus 1846)
  • Meyers Konversationslexikon, ein Encyklopädie des allgemeinen Wissens von 1875
  • Internetrecherchen
  • Etc.


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