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Der Dreikönigstag und die Sternsinger

Der Dreikönigstag und die Sternsinger -

Anfang Januar ziehen sie singend oder Vers aufsagend von Haus zu Haus, die Sternsinger, als die drei Könige verkleidet und erbeten Geld für die Mission. Und so lebt die Geschichte der "Drei Weisen aus dem Morgenlande", wie die heiligen drei Könige genannt werden, in der Form des Sternsingens bis heute weiter. Als Könige in orientalischer Kleidung ziehen junge Leute, meist sind es die Ministranten, durch die Straßen und Dörfer.

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Mit den drei heiligen Königen ist so mancher Brauch verbunden. Die katholische Kirche weiht am Vortage des 6. Januars Wasser, Weihrauch, Kreide und Salz. Pflicht des Hausvorstandes oder des Bauers ist es, Wohnung und Stall mit geweihtem Dreikönigswasser zu besprengen und mit Weihrauch gründlich auszuräuchern, damit Unglück und Krankheit vermieden werden. Dem Volksglauben nach soll das Dreikönigssalz Heilkraft besitzen. Deshalb nimmt man es, vermischt es mit Weihwasser zu einem dicken Brei, und knetet daraus eine Scheibe mit einem Loch in der Mitte, und trocknet sie. Sie wird dann mittels einem bunten Band befestigt und in den Herrgottswinkel gehängt. Die gläubige Bäuerin vergisst nie, beim Ausbuttern davon etwas ins Butterfass zu schaben. Auch dem (kranken)Vieh wird etwas in den Barren gekratzt; besonders aber kalbenden Kühen oder kranken Tieren.

Mit der geweihten Kreide werden in Bayern durch den Hausherrn an jede Tür die Anfangsbuchstaben der drei Weisen geschrieben, eingefasst von drei Kreuzen und der Jahreszahl, +

zum Beispiel 20 C+M+B 16 (das dritte Kreuz wird über den Buchstaben "M" gestellt). Diese Buchstaben werden vom gläubigen Volk als Caspar, Melchior und Balthasar interpretiert. Doch bedeuten sie: "Christus mansionem benedicat", das heißt: ''Christus segne dieses Haus".

Aus den verschiedenen Aussagen über die "Hauptakteure" des Dreikönigstages werden Deutungen abgeleitet, deren Symbolgehalt heute nicht mehr bewusst ist. So sollen die drei Magier die drei Menschenrassen Afrikas, Asiens und Europa verkörpern, zugleich sollen sie repräsentativ sein für drei christliche Völkerschaften und auch für drei Zeitalter in der Geschichte der Menschheit.

Von allen diesen denkbaren Hintergründen wissen die fröhlichen Sternsinger, die mit ihren Liedern und frommen Wünschen das Haus und die Bewohner vor Schaden bewahren sollen, sicher nichts. Weil die wandernden drei Könige auch als Reisepatrone verehrt werden, schrieb man früher die Namen der drei auf Zettel und nahm diesen Zettel mit auf die Reise.

Schließlich ist die Nacht auf Dreikönig die letzte Raunacht. Die Zeit der dunklen Nächte und der "Wilden Jagd" ist vorbei. In diesen Tagen soll auch keine Wäsche an die Leine gehängt werden. Aber auch der Tag wächst um Dreikönig bereits um einen "Hahnentritt („Weihnacht um´ n Muckenschritt, Neujahr um n´Hahnatritt, Dreikönig um n´Hirschensprung, Lichtmess um a ganze Stund).“

Inhalt mit freundlicher Unterstützung von
Hubert Teplitzky, ehem.Kreisheimatpfleger im Landkreis Schwandorf
92526 Oberviechtach (Bayern)
Autor des Textes: Hubert Teplitzky
Titel: Der Dreikönigstag und die Sternsinger
Copyright: Hubert Teplitzky
Date: 09.03.2016 18:49

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