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Pfingstbraut
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Mancherorts:
Zu Pfingsten sollte man früh aufstehen denn Mädchen, welche als letzter aus den Federn kommen oder sich verspäten, erhalten den Namen Pfingstbraut oder Pfingstjungfer.

Ausserdem müssen sich die Mädchen dann oft noch einen Neckvers anhören wie z.B.:

Pfingstbraut, du faule Haut !
Wärst du eher aufgestanden,
wärst du nicht in unseren Banden!
(Quelle des Vers: Altes Brauchtum von Marianne Bernhard)

Die Redensart Pfingstwasser macht schöne Jungfern erinnert an alte Regenzauber. So ist in alten Brauchtumsbüchern zu lesen, dass sich Mädchen, welche sich am Pfingstsonntag das Gesicht mit dem ersten Frühtau waschen, bestimmt den besten Tänzer und die zarteste Haut bekommen.


In Kötzing spielt die Pfingstbraut eine ganz andere Rolle

Die Pfingsthochzeit in Kötzing
Der Pfingstbräutigam erwählt sich nach seiner Ernennung eine Pfingstbraut und zwei Brautführer. Nach dem Ende des Pfingstrittes bewirtet der Pfingstbräutigam die Burschenschaft in seinem Elternhaus. Gegen 16 Uhr wird die Pfingstbraut zum Burschen- und Brautzug abgeholt.

Gemeinsam mit den Burschen zieht dann das Pfingstbrautpaar grüßend durch die festlich geschmückte Stadt zum Haus des Gastes, wo die Pfingsthochzeit gefeiert wird. Die Pfingsthochzeit hat nur symbolischen Charakter. Die Pfingstbraut und die Brautführer müssen wie der Pfingstbräutigam ledig, katholisch und in der Gemarkung Kötzting wohnhaft sein.

Das Tugendkränzchen
Das Tugendkränzchen, im Volksmund „Pfingstkranzl“ genannt, ist eine Filigranarbeit aus Gold- und Silberdraht und wird im Kloster Mallersdorf gefertigt. Der Geistliche Offiziator trägt es während des Rittes an seinem Brustkreuz und erteilt damit auch bei den vier Evangelien und zum Schluss der Pfingstreitermesse den Segen.

Das „Pfingstkranzl“ ist der größte Stolz eines Kötztinger Bürgerhauses. Zum Abschluss des Pfingstrittes wird das Tugendkränzchen feierlich auf dem Stadtplatz an den Pfingstbräutigam überreicht. Der Pfingstbräutigam, der ledig, katholisch und in der Gemarkung Kötzting wohnhaft sein muss, wird auf Vorschlag des Stadtrates vom Stadtpfarrer ernannt.

Der Pfingstritt zu Kötzting
Der Pfingstritt zu Kötzting zählt zu den größten berittenen Bittprozessionen Europas und geht auf ein Gelöbnis aus dem Jahre 1412 zurück. Im Dorfe Steinbühl, etwa sieben Kilometer von Kötzting entfernt, lag ein Mann im Sterben und bat um die Sterbesakramente.

Der Pfarrer sah sich aber außerstande, ohne Schutz dorthin zu gelangen. Deshalb gaben ihm die Kötztinger Burschen, auf seine Bitte hin, das Geleit bei diesem Versehgang. Nach glücklicher Rückkehr wurde gelobt den Ritt jedes Jahr zu wiederholen. So ist es geblieben. Alle Jahre am Pfingstmontag ziehen über 900 Reiter betend auf geschmückten Pferden und in alten Trachten hinaus durchs Zellertal nach Steinbühl.

Die Reiterprozession
Unter dem feierlichen Geläut der Kirchenglocken verlassen Bürger und Bauern auf festlich geschmückten Pferden betend die Stadt, das uralte Gelöbnis erneuernd. Die Reiterprozession wird angeführt vom Kreuzträger. Ihm folgen Laternenträger, Fanfarenbläser, Geistlicher Offiziator mit Mesner und Ministranten. Hinter ihnen reitet der Pfingstbräutigam mit den beiden Brautführern.

Die offizielle Spitze wird abgeschlossen vom Pfingstbräutigam des Vorjahres, der die Marktfahne mitführt, mit seinen Brautführern und von der Vertretung der Burschenschaft. Die übrigen Reiter schließen sich an. Viele führen Erinnerungsfahnen mit, die sie für langjährige Rittteilnahme erhielten. Die Reiter beten unterwegs den Rosenkranz. An vier Stationen verkündet der Offiziator das Evangelium.

In der Pfingstreiter-Wallfahrtskirche St. Nikolaus in Steinbühl ist Reitergottesdienst. Nach einer Pause für Roß und Reiter bewegt sich die Reiterprozession um 12 Uhr wieder zurück nach Kötzting. Mit dem Te Deum (Gotteslob) endet der kirchliche Teil des Kötztinger Pfingstrittes.

Der Prozessionsweg

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Kurverwaltung und Tourist-Information Kötzting
Herrenstraße 10 · 93444 Kötzting - tourist@koetzting.de
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