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Brigida - St. Brigida - Brigitte
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Die Prümer "Viehheilige"

In der Abteistadt gibt es bis heute eine besondere Heiligenverehrung: Sankt Brigida

Von

JOACHIM SCHRÖDER

PRÜM. Eine besondere Verehrung genießt bis heute in der Abteistadt Prüm und in einigen Eifeldörfern die Verehrung der Heiligen Brigitte (Brigida). Sie wird im Besonderen als Viehheilige angefleht - bis heute kommen am 1. Februar Pilger in die Basilika.

Brigitte lebte im 5. Jahrhundert in Irland, ihr Todestag, der 1. Februar des Jahres 525, ist ihr Namensfest. Der Großraum Köln und die Eifel wurden seit der Überführung einiger Reliquien im Jahre 1587 schnell zu einer Gegend, wo sich Wallfahrten einstellten und besondere Pilgermessen gefeiert wurden. So auch in der ehrwürdigen Basilika in Prüm, wo es alljährlich am 1. Februar ein Pilgeramt gibt.

Die Brigittenverehrung entstammt dem tiefen Volksglauben, die Heilige als Patronin für erkranktes Vieh, besonders für Pferde, Rinder und Schweine, anzurufen. In der Westeifel war es üblich, dem abendlichen Gebet in den Bauernfamilien den Schluss hinzuzufügen "Und jetzt noch ein Vaterunser zu Ehren der Heiligen Brigitte". Auch waren am Brigittentag Brot- und Wassersegnungen in den Gotteshäusern üblich. Das gesegnete Brot und das geweihte Wasser wurden nach der Messe dem Viehfutter beigemischt, wie aus Pronsfeld überliefert ist.

"Am 2. Februar, dem Lichtmesstag, war es zudem Brauch, Tropfen geweihten Wachses auf die Tiere zu träufeln und aus dem Wachs der gesegneten Kerze ein Kreuz zu formen, um es an der Stalltür zu befestigen", schreibt der Heimathistoriker Nikolaus Kyll. Münzen, Gebetszettel, Heiligenpfennige und Segensbilder wurden aus den Wallfahrtsorten, so etwa aus Watzerath, mit nach Hause genommen, um gegen Unheil gefeit zu sein.

Der mit diesen Zeichen verbundene Haus- und Stallsegen stand einst hoch im Kurs. Nikolaus Kyll notiert dazu: "Noch im Jahre 1950 wurden Münzen und Pfennige in Pronsfeld an einem Dachbalken angebracht". Eigens gedruckte Haussegen mauerte man in der Eifel im Grundstein neu errichteter Gebäude ein. "Solche Hauskreuz-Zettel enthielten auch besondere Gebets- und Segensformeln", schreibt der Heimatforscher Kyll.

Wer heute die Prümer Basilika betritt, kann zur Rechten im mächtigen Hauptschiffes ein Standbild der Heiligen Brigitte betrachten. Auf dem Boden kauert eine Kuh. So oder ähnlich ist sie meist dargestellt. Die Stalltiere können aber variieren, der Hirtenstab gehört zumeist zu ihrem Bild.

Die Heilige Brigitte hat in vielen Gestalten und Namen überlebt: Brighid, Brigit, Brigid, Bhride, Bride, Briga, Briganda, als Heilige Brigitte im Christentum, als Brigantia im Angelsächsischen, als Bride in Schottland, als Brigandu in der keltischen Bretagne. Viele Orte in Mitteleuropa erinnern noch heute an ihren Namen: die Birgitzer Alm mit dem Birgitzköpfl in Tirol, die Brigitta-Kirche in Wien, die Hauptstadt Vorarlbergs Bregenz, Burgund in Frankreich.

EXTRA
Brigitta von Kildare wird vor allem in Irland verehrt. Brigitta kam um 453 in der Nähe von Kildare zur Welt. Bereits mit 14 Jahren wurde Brigitta Nonne im Stift Meath und gründete bald selbst das Nonnenkloster Kildare, die sogenannte Eichenkirche. Dort lebte und wirkte sie als Vorsteherin und große Wohltäterin bis an ihr Lebensende. Die Verehrung Brigittas von Kildare war im Mittelalter weit über Irland hinaus in ganz Westeuropa verbreitet. Vor allem als Viehpatronin genoss Brigitta lange Zeit große Verehrung im Volk. Noch heute ist der Sankt Brigid's Day einer der größten irischen Feiertage. An diesem Tag werden traditioneller Weise die alten Sonnensymbole nachempfundenen "Brigid-Kreuze" aus Stroh geflochten. Brigitta bedeutet "die Kräftige" oder "die Tugendstarke". Brigitta von Kildare wird oft als Äbtissin mit Stab und Flammen über ihrem Kopf, auch mit Lampe oder Kerze, dargestellt. Aufgrund ihrer angeblich bäuerlichen Herkunft zeigen sie verschiedene Abbildungen auch mit einer Kuh, manche auch mit Enten oder Gänsen. Seit dem 18. Jahrhundert zeigen sie manche Bilder als Bauernmagd oder Hirtin. Brigitta von Kildare ist Patronin Irlands, der Kinder, der Wöchnerinnen, der Kühe und des Viehs. (js)



Mit freundlicher Unterstützung von Joachim Schröder
Titel: Brigida - St. Brigida - Brigitte
Autor: Joachim Schröder
Copyright: © by Joachim Schröder
gepostet von Joachim Schröder am:
Date: 20.10.2008 16:58
Internet: www.joachim-schroeder.com

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