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Pfefferkuchen - Lebkuchen - Honigkuchen
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Pfefferkuchen - Lebkuchen, stark gewürztes süßes Kleingebäck

Pfefferkuchen ist eigentlich ein anderer Name für Lebkuchen. Es gibt natürlich Lebkuchenrezepte, welche heute als Pfeffernüsse angeboten werden.

Bei Pfefferkuchen ist natürlich oft kein Pfeffer enthalten, aber Pfefferkuchen wurden tatsächlich einmal mit Pfeffer (damit meinte man aber alle exotischen Gewürze) gebacken. Pfefferkuchen müssen also keinen Pfeffer enthalten, aber das Wort Pfefferkuchen entstand aus all den vielen Gewürzen die man aus Asien, Afrika usw. importiert hatte. Pfeffersäcke nannte man damals z. B. Kaufleute die mit Gewürzen handelten.

In der 15 Bändigen 1846 erschienenen Real Encyklopädie ist zu lesen: die besten Pfefferkuchen liefert Nürnberg, nächstdem Erlangen, Basel, Offenbach, Ul, Braunschweig, Breslau, Thorn und Danzig. Heute sehr berühmt sind zum Beispiel die Pulsnitzer Pfefferkuchen, aus der sächsischen Pfefferkuchenstadt oder das Basler Leckerli.

Ein Rezept Basler Leckerli gibts Hier


Feiner Pfefferkuchen (ein Rezept)

1 Pfund Honig wird aufgekocht, abgeschäumt und, sobald er etwas dick geworden ist, in eine Schüssel gegossen. Nun fügt man 1 Pfund fein gesiebten Zucker, 100 Gramm länglich geschnittenes Zitronat, 100 Gramm gestiftete ungeschälte süße Mandeln, 20 Gramm gestoßenen Zimt, 10 Gramm gestoßene Nelken, etwas Orangen- oder Rosenwasser, sowie 1 Pfund im Ofen gebräuntes Mehl und 40 Gramm aufgelöste Pottasche, nebst einer Messerspitze gestoßenen weißen Pfeffer dazu. Dies verarbeitet man tüchtig mit den Händen zu einem glatten, festen Teige, den man mindestens eine Nacht oder einen halben Tag an einem warmen Orte ruhig stehen läßt. Alsdann rollt man den teig auf einem mit Mehl bestäubten Brette fingerdick aus, schneidet beliebige Kuchen davon aus und backt dieselben im mäßig heißen Ofen gar. Wenn die Kuchen hellbraun gebacken sind, zieht man sie aus den Ofen und überzieht sie mit Zuckerguss.

Quelle: Großes Illustriertes Kochbuch für den einfachen bürgerlichen und den feineren Tisch, unter Mitwirkung praktischer Hausfrauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, herausgegeben von Mathilde Ehrhardt aus dem Jahr 1902


Pfefferkuchen - franz. pain dèpice, engl. ginger-bread

Eine gewöhnlichere Art Lebkuchen, größtenteils ebenfalls in Gestalt von flachen, länglich-viereckigen Kuchen, aber auch zuweilen in dicken Kuchen hergestellt, welch letztere Art namentlich als Zutat zu manchen Saucen in der Küche verwendet wird. Man hat braune und weiße Pfefferkuchen und so wie die braunen Lebkuchen aus Mehl und Honig bereitet werden, nimmt man zu den Pfefferkuchen anstatt des Honigs meist braunen Zucker Sirup, zu denweißen feineres Mehl und Zucker, zu beiden Sorten als Würze Pfeffer, Kardamon, Zimt, Zitronat und Mandeln. In vielen Gegenden gibt es eigene Pfefferkuchenbäcker, Pfefferküchler oder Lebküchler genannt, welche sich nur mit dem Backen von Pfefferkuchen der verschiedensten Art beschäftigen und das ganze jahr über solche bereiten, während anderwärts nur um die Weihnachtszeit von den Konditoren und gewöhnlichen Bäckern Pfefferkuchen gebacken wird.

Quelle:
Universal Lexikon der Kochkunst; Dritte verbesserte Auflage, 2. Band von 1886


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