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Petersilie
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Petersilie - von griech. petroselinon crispum, auch Petering oder Peterlein genannt, franz. persil, engl. parslay, lat. Petroslinum sativum oder Apium petroselinum

Eines unserer beliebtesten, unentbehrlichsten Küchenkräuter, dessen Blätter einen angenehm kräftigen Geschmack besitzen und fein gehackt als Würze an Suppen, Saucen und Gemüse, in kleine Bündel zusammengebunden als Zutat bei dem Kochen und Dämpfen von Fleisch und Fischen verwendet werden; auch benutzt man sie frisch und in Butter gebacken als Garnierung um warme und kalte Schüsseln der verschiedensten Art.

Die rübenförmige, weiße Wurzel der Petersilie dient als Suppenwurzel neben anderem Wurzelwerk, wird aber auch für sich allein zuweilen als Gemüse gekocht. Die Petersilie ist ein zweijähriges Doldengewächs, im südlichen Europa heimisch und bei uns überall in Gärten angebaut; sie gedeiht fast in jedem fruchtbaren oder gut gedüngten, gehörig aufgelockerten Boden und wird von Ende Februar bis August auf Gartenbeete und im Herbst in die durch Kästen und Fenster geschützten Winterbeete gesät.

Man unterscheidet namentlich zwei Sorten davon, die sogenannte doppelte, krausblättrige oder gefüllte und die mit breiteren glatten Blättern, von welcher auch die Petersilienwurzel kommt; von neueren Abarten nennen wir z. B. die spanische Zwergpetersilie, die italienische Riesenpetersilie und die neapolitanische Selleriepetersilie, sowie die feine Mooskrause und die neue amerikanische farrenkrautblättrige Schnittpetersilie. Das frische, zerquetschte Petersilienkraut ist sowohl äußerlich als Umschlag wie innerlich als Tee officinell, ebenso die Wurzel und die Samen. Die manchmal als Unkraut unter der ausgesäten Petersilie wachsende giftige Hundspetersilie oder tolle Petersilie (Aethusa Cynapium) erkennt man leicht an dem widerlichen Geruch und den weißen Pünktchen an jedem Blatteinschnitt.

Um den ganzen Winter über frische Petersilie bei der Hand zu haben, ist folgendes Verfahren empfehlenswert: Von den in der Küche verbrauchten Petersilienwurzeln schneidet man im Spätherbst oder Winter die Köpfe ungefähr 2-3 Zentimeter lang recht eben und gleichmäßig querüber ab, stellt diese abgeschnittenen Köpfe nebeneinander auf den Boden einer flachen Schüssel oder eines Tellers, so daß der ganze Boden damit bedeckt ist, gießt dann so viel nicht zu kaltes Regen- oder Flußwasser darauf, daß es bis zum Auswuchs der Blätter reicht, und ersetzt von Zeit zu Zeit das verdunstete Wasser durch frisches, wobei man das Gefäß auf das Küchenfenster oder sonst an einen Ort stellt, wo es genügendes Licht und ziemlich viel Wärme hat. Die Wurzelköpfe treiben auf diese Weise immer von neuem frische Blätter, welche abgeschnitten werden können; sobald die Wurzelstücke weich und faulig werden, wirft man sie weg und setzt neue an ihre Stelle.

Ebenso kann man auch die Wurzelköpfe 4-6 Zentimeter lang abschneiden, in Töpfe mit guter Gartenerde pflanzen und am Fenster eines warmen Zimmers unter häufigem Begießen mit überschlagenem weichen Wasser stehen lassen, wobei man gleichfalls den ganzen Winter über auf frische grüne Petersilie rechnen darf.

Quelle:
Universal Lexikon der Kochkunst, Dritte verbesserte Auflage, 2. Band von 1886


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