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Faschingskrapfen, Fastnachtskrapfen
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Informationen über die Fastnacht und die Entstehung des Brauchs gibt es Hier auf den Brauchtumsseiten unter Fastnacht

Faschingskrapfen, Fastnachtskrapfen -

Fastnachtskrapfen, ein sehr altes Münchner Rezept, in Originalfassung (um 1900)

Rühre 140 g Butter, gib 5 Eigelb, 2 Eier, 3 Eßlöffel Zucker, 1 Kaffelöffel Salz, 1 Pfund erwärmtes Mehl und für 10 Pfennig in Milch aufgelöste Presshefe hinzu, mache dieses mit 1/4 Liter Rahm zu einem Teig an, den man recht zart und fein abschlägt und zum Gehen warm stellt.

Dann sticht man mit einem Löffel Stücke davon ab, dreht sie auf dem Nudelbrett schön rund, macht dann mit dem in Schmalz getauchten Finger eine Vertiefung, gibt einen Kaffelöffel voll Aprikosenmarmelade hinein und dreht sie vorsichtig wieder rund, deckt sie mit einem Tuche zu und läßt sie noch etwas aufgehen.

Sie werden dann in heißes Schmalz gelegt, auf beiden Seiten schön gelb gebacken und noch heiß mit Zucker, oder Zucker mit Zimt vermischt, bestreut.


Faschings-oder Fastnachts-Krapfen, Wiener

½ Kilogramm feines gesiebtes Mehl wird in einer Schüssel warm gestellt; inzwischen zerquirlt man in einem Topf zehn Eidotter und fünf ganze Eier mit ½ Liter süßem Rahm, 125 Gramm geklärter Butter, 22 Gramm Presshefe, die zuvor in einer Obertasse lauer Milch aufgelöst wurde und einem Esslöffel voll gestoßenem Zucker nebst einer Prise Salz, mengt das Mehl damit an und schlägt den Teig so lange, bis er Blasen wirft und sich vom Löffel ablöst.

Hierauf stäubt man feines Mehl auf ein Kuchenbrett, rollt den Teig zu einem Kuchen von der Dicke eines kleinen Fingers auf, sticht mit einem Weinglas oder Ausstecher runde Blätter davon ab, legt auf jedes dieser Blätter ein kleines Häufchen von eingesottener Obstmarmelade, namentlich Kirsch- oder Pflaumenmus, auch vielleicht statt dessen ein Häufchen Fülle, die aus gehackten Mandeln, kleinen Rosinen, Zucker und Zitronensaft bereitet ist, deckt je zwei und zwei dieser kleinen Kuchen über einander, sticht sie nochmals mit einem etwas kleinerem Ausstecher aus oder rädelt sie rund herum mit einem Kuchenrädchen ab, bedeckt sie mit einem Tuch und lässt sie an einem warmen Ofen aufgehen.

Nun stellt man eine Kasserolle mit Schmalz über ein Kohlenfeuer, lässt es nicht gar zu heiß werden, tut immer nur einige der Krapfen zugleich hinein, so dass sie geräumigen Platz haben, deckt sie zu, bäckt die Krapfen auf beiden Seiten lichtbraun, nimmt sie heraus, richtet sie auf einer Schüssel an, bestreut sie mit Zucker und gibt sie anstatt einer Mehlspeise warm zu Tisch.

Quelle:
Universal Lexikon der Kochkunst, Dritte verbesserte Auflage, 1. Band von 1886


Faschingskrapfen - Schmalzgebäck-Rezept Nr. 27

Man nimmt ¼ Liter guten Rahm und lässt 105 Gramm Butter darin zerschleichen. Indessen schlägt man vier Eidotter in einem Hafen gut ab, nimmt zwei Löffel sehr gute Hefe dazu, gießt nach und nach Butter und rahm, jedoch nur lauwarm, an die Eier. Von diesem allem macht man mit Mehl einen Teig (wie einen festen Dampfnudelteig), gibt Salz und Zucker nach Belieben dazu und lässt den Teig fast zwei Stunden gut gehen. (Der Teig muss um die Hälfte mehr geworden sein.) Bestaubt das Nudelbrett gut mit Mehl, walkt den Teig fingerdick aus, nimmt ein Schoppenglas oder runden Ausstecher, taucht es von oben in Mehl, sticht runde Plätzchen aus, füllt in die Mitte derselben einen Kaffelöffel voll Eingesottenes hinein, bestreicht dieselben am Rande mit Eigelb, legt auf jedes ein rundes Blatt, drückt es am Rande gut zusammen, lässt sie wieder recht gut gehen (was oft ein und eine halbe Stunde dauert) , indem man eine gewärmte Serviette darauf deckt und bäckt sie schwimmend in heißem Schmalz recht langsam schön braun, indem man sie fleißig mit Schmalz übergießt. Noch warm bestreut man sie gut mit gestoßenem Zucker, welcher mit gestoßenem Zimt oder Vanille vermischt ist.

Faschingskrapfen auf andere Art (Gibt 30-35- Stück) - Schmalzgebäck-Rezept Nr. 28

In 560 Gramm Mehl wird mit 70 Gramm trockener Hefe und etwas lauwarmer Milch ein Dämpfel gemacht. Sobald dieses gestiegen, gibt man 125 Gramm (¼ Pfund) schaumig gerührte Butter, 60 Gramm Zucker, drei Eidotter und ein ganzes Ei, nebst ein wenig abgeriebener Zitronenschale, ein Prise Salz und einen Esslöffel Arak daran. Verrührt dieses gut mit dem Mehl und gibt noch ungefähr einen ½ Liter gute Milch dazu, dass es ein nicht zu lockerer Teig wird. Wenn der selbe tüchtig abgeschlagen ist, dass er Blasen wirft und nicht mehr am Kochlöffel klebt, lässt man ihn ¾-1 Stunde gehen, gibt ihn auf ein mit Mehl bestaubtes Nudelbrett, walkt den Teig halb Fingerdick aus, sticht mit einem Schoppenglas gleichmäßig runde Blättchen aus, belegt eine Hälfte davon mit einem Kaffelöffel voll Eingesottenem, als Himbeeren, Johannisbeeren Etc. deckt ein leeres Blättchen darauf und drückt es rings herum gut aufeinander. Falls sie sich nicht schließen, bestreicht man den inneren Rand mit etwas Eiweiß. Hierauf lässt man die so geformten Krapfen noch ein wenig gehen und bäckt sie in heißem, schwimmenden Schmalz. Sobald sie in der Pfanne sind, deckt man einen Deckel darauf, bis sie auf einer Seite schön braun sind, dann jedoch entfernt man denselben und bäckt sie auf der anderen Seite. Durch das Zudecken bekommen die Krapfen außen um die Mitte ein weißes Rändchen. Noch warm bestreut man sie mit feinem Zucker.

Faschingskrapfen (Berliner Pfannkuchen) - Schmalzgebäck-Rezept Nr. 29

In einem Pfännchen lässt man ¼ Liter Rahm, 87 Gramm Butter zerschleichen, ist er lauwarm, so gibt man zwei Löffel oder (70 Gr.) trockene gute Hefe, fünf ganze Eier, einen Eidotter, etwas Salz und Zucker dazu, hiervon macht man in 1½ Kilo Mehl einen nicht zu festen Teig, welche man recht gut abschlägt und dann an einem warmen Orte gehe lässt, was oft 1-1½ Stunden dauert. Hierauf bestaubt man ein Nudelbrett leicht mit Mehl, gibt den Teig darauf, walkt ihn messerrückendick aus, nimmt einen runden Ausstecher oder ein Schoppenglas, taucht es oben ins Mehl und sticht damit runde Plätzchen aus, füllt in die Mitte derselben einen Teelöffel voll Eingesottenes (Johannis- oder Himbeer), bestreicht den Rand innen mit Eigelb, legt auf jedes ein leeres Plätzchen, drückt es am äußeren Rande fest zusammen, deckt sie mit einem erwärmten Tuche zu und lässt sie abermals gut gehen. Alsdann lässt man in einem nicht zu großen, tiefen Tiegel Schmalz heiß werden (er darf nur halb voll sein), legt die Krapfen hinein, deckt den Tiegel mit einem gut schließenden Deckel zu, nachdem sie auf der einen Seite braun sind, wendet man sie um und bäckt sie auch auf der anderen Seite. Noch warm bestreut man sie mit Zucker, welcher mit Zimt vermischt ist.

Quelle:
Marie Schandri`s berühmtes Regensburger Kochbuch, herrausgegeben von Auguste Eser, geb. Coppenrath, einundfünfzigste rechtmäßige, illustriete Auflage von 1909


Fastnachtskrapfen

Zutaten: 60g Zucker, 125 g Butter, 4 Eier, 500 g Mehl, 1 Päckchen Dr. Oetkers „Backin“. Zum Ausbacken gebraucht man Schmalz oder Palmin.

Die Butter rührt man schaumig, gibt Zucker, Eier, Mehl, dieses mit dem „Backin“ gemischt, hinzu und, wenn nötig, noch so viel Milch, dass ein mittelfester Teig entsteht. Mit einem Teelöffel sticht man von der Masse ab und backt sie in siedend heißem Fett auf beiden Seiten braun. Dann nimmt man die Krapfen heraus, lässt sie abtropfen und bestreut sie mit Zucker und Zimt.

Will man die Krapfen füllen, so rollt man den Teig aus, sticht mit einem Weinglas runde Scheiben, bestreicht dieselben mit Eiweiß, gibt in die Mitte irgend eine Marmelade, legt eine andere Scheibe darüber und drückt die Ränder zusammen.

Quelle:
Dr. Oetkers Schul-Kochbuch - Ausgabe C, um 1920


http://www.brauchtumsseiten.de/a-z/f/faschingskrapfen/home.html

Leider habe ich für die Faschingskrapfen, Fastnachtskrapfen noch keine weitren Rezepte und Informationen und daher bitte ich um Mithilfe, Beiträge, Bilder, Grafiken, etc.

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