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Pfingstrose
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Pfingstrose - Paeonia officinalis, L. - Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse

Eine beliebte Zierpflanze, die nach dem Pfingstfest benannt ist, ist die Pfingstrose. Sie steht jedoch nur aufgrund ihrer Blütezeit und weniger inhaltlich in Bezug zu dem Spätfrühjahrsfest in Zusammenhang. In Europa, Asien und Nordamerika sind mehr als 30 Arten von Pfingstrosen verbreitet. Rosen sind sie allerdings nicht, sondern Hahnenfußgewächse. Die bedeutendsten Arten sind die Edelpäonie, die Strauchpfingstrose und die bis zu 60 cm hoch werdende Echte Pfingstrose, zu der unter anderem die Bauernpfingstrose, die Gichtrose und die Klatschrose gehören.

Bestimmungsmerkmale:
Die roten Blüten der Pfingstrose erscheinen von Mai - Juni und sind auffällig groß. Sie erreichen einen Durchmesser von 12 cm und ihre Kronblätter werden 5 - 8 cm lang. Die Blüten stehen einzeln auf den Stängeln. Die Laubblätter sind 2 - 3 fach gefiedert und erreichen eine Länge von 40 - 80 cm. Die gesamte Pflanze wird 50 - 100 cm hoch. Die Pfingstrose gibt es auch in verschiedenen Zuchtvariationen, die weiße oder rosafarbene Blüten hervorbringen.

Standort und Verbreitung:
Die Pflanze wächst wild in Südeuropa und in den Südalpen bis zu einer Höhe von 1700 m. Man findet sie am Gardasee, im Tessin und in Südtirol. Sie wird in den verschiedensten Formen als Gartenpflanze gezogen.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Pfingstrose enthält unter anderem das Alkaloid Paeonin. Die Vergiftungssymptome sind Erbrechen, Magen- und Darmbeschwerden mit Durchfall und Koliken.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Pfingstrose wird in der Homöopathie bei Hämorrhoiden verwendet.

Name:
Ihrer Blütezeit und ihrer Ähnlichkeit mit Rosenblüten wegen heißt sie Pfingstrose. Den Namen Paeonia erhielt die Pflanzengattung in Erinnerung an den Arzt Paion, der in der griechischen Sage den durch Herakles verwundeten Hades heilte. Der Artname officinalis verweist auf den Gebrauch der Pfingstrose als Arzneipflanze.

Geschichtliches:
Arten der Päonia-Gattung galten im Mittelmeerraum als magische Pflanzen. So wird in der griechischen Mythologie berichtet, dass Virbios, nachdem er erst durch das Pferd seines Vaters Theseus zu Tode gekommen war, durch Diana mit einer Päonie wieder zum Leben erweckt wurde. Man glaubte auch, die Pflanzen könnten Krankheiten heilen, die durch den Einfluss des Mondes entstanden wären. So wurden die Päonien der Erdgöttin Hekate geweiht, die mit dem Mondmythos in Zusammenhang gebracht wurde. Auch bei Dioscurides wird die Pfingstrose erwähnt. Er empfiehlt sie bei Frauenleiden und bei Blasen- und Nierenschmerzen.

Tabernaemontanus schreibt ebenfalls ausführlich über die Heilkräfte der Pflanze und bemerkt außerdem: "Solche Wurz auch am Hals getragen / vertreibt alle nächtliche Gespenst / so im Schlaff unruhig machen."

Man verwendete die Wurzel auch gegen Epilepsie.

Die Pfingstrose ist geschützt!

Paeonia officinalis, L.
Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse

auch Benediktenrose, Bubenrose, Freisamrose, Gichtrose, Pfundrose, Königsblume. Eine nach dem griechischen Heiler Paeon benannte Pflanze, die als "Königin der Kräuter" bezeichnet wird, einen blutstillenden Effekt der Pfingstrose erwähnt bereits HOMER. Wild kommt die Pfingstrose in Südeuropa bis hinauf in die südlichen Alpen vor, im Osten reicht ihr Verbreitungsgebiet weit nach Asien. Der Zucht dieser herrlichen Pflanze widmeten sich im Frühmittelalter Benediktinermönche, die sie als Benediktenrose in ihren Klostergärten kultivierten. Christliche Mystik pries die Blume als Symbol für Reichtum und Heilung sowie die Schönheit des Weiblichen. Als Zierde des Altar findet sie sich auf mancher Malerei. Die Pfingstrose galt als die "Rose ohne Dornen", mit der die Gottesmutter Maria gemeint ist. Auch in China genießt die Pfingstrose hohe Wertschätzung, Päonien sind als Mou Tan Nationalblume Chinas, die mit einer Hingabe gepflegt und begehrt wird, wie sie sonst von der Begeisterung der Chinesen für Goldfische bekannt ist.

Heilanwendung
Außer zur Stillung des Blutes wird die Pfingstrose naturheilkundlich zur Lösung von Krämpfen benutzt, man hoffte mit ihr den Wahnsinn zu bekämpfen und nutzte die Päonie zur Färbung von Sirupen.

Offiziell verwendet wurde die im Herbst gesammelte, anfangs süßlich, später bitter oder gar nicht, grundsätzlich aber widerlich schmeckende Wurzel Radix Paeonia gegen Krämpfe, Samen und Blütenblätter gegen Gichter (daher Gichtrose; Gichter ist nicht zu verwechseln mit der Gicht). Vor der Pflanze wird wegen möglicher Giftwir-kung gewarnt. Gesammelt werden von Februar bis September Samen und frische Wurzel der Pflanze. Man gewinnt aus dem Sammelgut Tinktur, Pulver und Essenz, welche Krämpfe mildern, die Nerven stärken und Gicht und Asthma lindern sollen.

Quelle: www.botanikus.de


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