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Pfingstlümmel
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Es handelt sich um einen Fruchtbarkeitskult
Das Übergießen oder Baden mit Wasser dient der Anrufung der Wassergeister.

Der „Grüne Georg" auch als der grüne Mann bekannt, ist die Verkörperung der Fruchtbarkeit. Der Grüne Georg muß seinen rituellen Tod sterben, nachdem er die Erde befruchtet hat, um den Reigen der Vegetation von Leben, Tod und Wiederauferstehen in Gang zu halten.

Die Fruchtbarkeitskulte Pfingstl, Pfingstblüttler, Pfingstlümmel, Pfingstmockel, Wasservogel etc. geschehen in der Tradition des „Grünen Georgs".

In der Gemeinde Schmidgaden
Wer in der Familie zuletzt aufsteht, ist der Pfingstlümmel. Das Pfingstlümmelfahren wird von den älteren Schulkindern ausgeführt. Dazu wird schon am Pfingstsamstag ein Wägerl mit vier Birkenbäumchen und bunten Bändern geschmückt. Die beiden, die das Wägerl ziehen, schmücken sich ebenfalls mit Bändern.

Als Pfingstlümmel wird ein Bub in einen Sack gesteckt. Dieser wird auf dem Wagen spazieren gefahren. Der Pfingstlümmel erhält einen Nadel, um Neugierige abzuwehren. Einige Mädchen tragen einen Korb für die Eier und einen Topf für das Schmalz, das die Pfingstlümmelfahrer von der Bevölkerung erbitten. Der Pfingstlümmel wird so von Haus zu Haus gefahren.

Dabei wird folgendes Sprüchlein auswendig vorgetragen:

Pfingstlümmel, Oaschkoarrn,
bist heit Nacht im Bett dafroarn,
waas´d öiha aafgstandn,
waas´d as aa niad worn.

Is da Pfingstlümml im Mühlweg gsessn,
ham-nan d´Mäus´ a Loch öigfressn.
Bäuerin, Bäuerin: Oia und Schmolz,
dass an Pfingstlümml söi Loch wieda zouhold.

Nachdem sie die Sachen erhalten haben, sprechen sie:

Schwicherl, Pfeiferl, Wassastanga,
af s´Joah wölln mas wieda verlanga.
D´Bäurin scheißt Nuß, da Bauer scheißt Kern,
drum ming ma döi Leit halt so gern.

Falls Sie die Sachen nicht bekommen:
D´Bäurin is a Fichse, da Bauer is a Hos,
alle Joah gröing ma wos.

Im letzten Haus werden die Eier gebraten und verspeist. Der Pfingstlümmel darf mit dem Kochlöffel essen.

Mit freundlicher Unterstützung der Gemeinde Schmidgaden Schwarzenfelder Weg 9, 92546 Schmidgaden http://www.schmidgaden.de/ - info@schmidgaden.de

Im Erzgebirge
Pfingsten ist im Erzgebirge der Tag für Frühaufsteher. Derjenige, welcher als letzter aus den Federn kommt, ist der "Pfingstochse" oder "Pfingstlümmel".
Pfingstlümmel ist allgemein ein Spottname für Langschläfer. Den ganzen Tag muss dieser den Spott über sich ergehen lassen.


Schwarzwald
Im Schwarzwald werden Spätaufsteher auch als "Pfingstdreck" oder "Pfingstlümmel" bezeichnet.


Als "Pfingstlümmel" wird derjenige bezeichnet, der am Pfingstmorgen als letzter aus den Federn steigt wie am Palmsonntag der Palmesel.

Aus dem Welzheimer Wald, stammt folgender, dazu passender Vers:
"Pfingstlümmel, Eierfresser, hast dein Arsch im Bett vergessa!"


Kärnten
In der Zeit des Frühlingserwachens, also an Pfingsten wird in Kärnten ein in Birkenzweige gehüllter junger Mann in den Dorfteich gestoßen.


Bayern/Taunus Als „Laubmännchen" auch Pfingstl, oder Wasservogel genannt, wird ein mit Blättern geschmückter junger Bursche durchs Dorf geführt.
Von den Frauen wird der Pfingstl dann mit Wasser übergossen und zum Schluß im Dorfweiher untergetaucht.


An einigen Orten
Der Pfingstling, Pfingstel, Pfingsthansl oder Jackl, Pfingstlümmel heißt an einigen Orten der Strohmann oder eine ausgestopfte Figur, die am Pfingstmontag von den jungen Leuten in Prozession umhergetragen und nachts gewöhnlich vor dem Haus, in dem die faulste Dirne wohnte, abgestellt oder auch rittlings auf dessen Dachfirste gesetzt wird. Hie und da wird die an diesem Tag am spätesten zur Herde getriebene Kuh auserwählt, um den Pfingstling daraufzusetzen und ihn der Dirne, die die Kuh zu besorgen hatte, als Bräutigam zuzuführen.

Wieder an anderen Orten muß sich der am spätesten zurechtgekommene Bursche in eigener Person als Pfingstlümmel oder Pfingstling und, wo ein Teich oder Bach ist, als Wasservogel produzieren. Er reitet, wenn der Nachmittagsgottesdienst vorbei ist, inmitten seiner Kameraden in den nächsten Wald, wo er um und um mit Laub und Zweigen oder Schilf eingebunden wird. Dann wird das Dorf im Triumph durchritten, und alles, was junge Beine hat, folgt dem Zug zum Teich oder zum Bach, wo der Pfingstlümmel oder Wasservogel vom Pferd herab feierlich ins Wasser geworfen wird.


Pfingstlümmel ist allgemein oft auch ein Spottname für Langschläfer
Im dörflichen Leben führte man zu Pfingsten erstmals das Vieh auf die Weide oder trieb es auf die Almen. Jener Hütejunge, der zuletzt auf dem Dorfplatz eintraf, handelte sich dabei den Spitznamen eines "Pfingstlümmels" ein. In manchen Gegenden wird ein "Pfingstlümmel in grünes Buchenlaub eingewickelt, so daß er nichts mehr sieht und nicht selber gehen kann. So wird er dann durch das Dorf geführt.
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