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Passionszeit
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Die Passionszeit dauert 40 Tage. Dabei werden nur die Werktage, also keine Sonntage gezählt. Sie beginnt mit Aschermittwoch und dauerte bis zum Karsamstag. Da der Aschermittwoch in der evangelischen Kirche nicht begangen wird, fängt hier die Passionszeit eigentlich erst mit dem Sonntag nach dem Aschermittwoch an.

1969 erneuerte die römisch-katholische Kirche die Grundordnung des Kirchenjahres, die Fastenzeit dauert nun nicht mehr bis Karsamstag, sondern endet bereits mit dem Gründonnerstag , dennoch wird auch am Karfreitag gefastet. Von Aschermittwoch bis Karsamstag sind es genau 40 Tage, wobei die Sonntage ausgenommen sind, da Christen an jedem Sonntag - auch in der Fastenzeit! - die Auferstehung Christi feiern und Sonntage also keine Fastentage sind. Die Zahl 40 steht für einen umfassenden Zeitraum, der Wende und Neubeginn ermöglicht

Die 40 Tage der Passionszeit gehen auf die 40-tägige Gebets- und Fastenzeit von Jesus nach der Taufe im Jordan zurück. Überhaupt kommt die Zahl 40 in der Bibel häufiger vor: Das Volk Israels verbrachte 40 Jahre in der Wüste. Der Prophet Elia wanderte 40 Tage durch die Wüste. Und Mose verbrachte 40 Tage auf dem Berg Sinai verbrachte

In der katholischen Kirche bezeichnet man die Passionszeit auch als Fastenzeit. Streng genommen dürfen die Katholiken ab dem Aschermittwoch 40 Tage weder Alkohol noch Fleisch verzehren. Nur Fisch ist erlaubt.

Im Mittelalter durfte man fast gar nichts essen außer 3 Bissen Brot und 3 Schluck Bier oder Wasser. 1486 erlaubte der Papst dann auch Milchprodukte in der Fastenzeit. Nach alter Sitte wurde der Sonntag als Fastentag ausgenommen.

Heute sind nur noch der Aschermittwoch und Karfreitag strenge Fastentage, an denen die Katholiken sich nur einmal am Tag satt essen und auf Fleisch verzichten sollen.

Früher gabs in in den ländlichen Regionen Bayerns immer frische Forellen zumAschermittwoch und Karfreitag, welche vormittags von dem nächst gelegensten Bach gefangen wurden.(Damals gabs noch in jedem kleinerem Bach lebende Forellen)

Die Passionszeit hat eine lange Tradition. Im 2. Jahrhundert bereitete man sich durch 2-tägiges Fasten auf den Ostersonntag vor. Im 3. Jahrhundert wurde die Fastenzeit auf die Karwoche ausgedehnt. Im 4. Jahrhundert nennt das Konzil von Nicäa dann die Quadragese (= 40 tägige Fastenzeit)

München
Die Fastenzeit kann in München fast mit der Starkbierzeit gleichgesetzt werden, die in München als "5. Jahreszeit" gilt. Schon seit Mitte des 15. Jahrhunderts wird in dieser Zeit das starke Fastenbier ausgeschenkt.

Jede Münchener Brauerei braut zu dieser Zeit ihr eigenes Starkbier mit so wohlklingenden Namen wie Delicator (Hofbräuhaus), Triumphator (Löwenbräu) oder Animator (Hacker- Pschorr). Paulanermönche brauten das berühmte Starkbier, den "Salvator" und deshalb wird im Salvatorkeller am Nockherberg der Anstich des Ausschankes gefeiert. Mit dabei ist alles, was Rang und Namen hat und beim "Derblecken" wird kein Politiker verschont.

Seit dem Oktoberfest 1871 wird das Märzenbier gebraut. Dieses Bier mit hoher Stammwürzengehalt hält länger als alle bis dahin gebrauten Biere und kann deshalb noch zur Wies`n ausgeschenkt werden.



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