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Glaskasten -
Das Schmuckstück der Schlafkammer der Bauersleute und Stolz der Bäuerin
war der „Glaskasten“ (heute nennt man ähnliche Möbelstücke Glas-Vitrine).
In meiner Erinnerung ist noch der von Großmutter, etwa 80 – 90 cm
breit und ca. 1,80 hoch; eine große Türe, deren untere Hälfte mit einer Holzfüllung ausgestattet war (dahinter wurde Wäsche verstaut) und die
obere Hälfte mit Glas. Auch die Schrankseiten waren oben mit Glas
versehen und die Fachböden z. T. auf gedrechselten Stützen. Dies
Möbelstück war außen braun gestrichen, so wie die gesamte Einrichtung,
also in schlichter Ausführung.
Es gab aber auch Glaskästen die unten eine Schublade von etwa 30 cm Höhe
hatten und eine ganze, also höhere Glastüre.
In diesem Glaskasten waren die „Kostbarkeiten“ des Hauses aufbewahrt.
Oben in der Mitte stand das „Versehkreuz“ mit zwei Kerzenhaltern, ferner
christliche, wie auch weltliche Porzellanfiguren, kunstvoll handbemalte
Tassen mit Aufschriften wie „Zum Andenken“ , sowie sonstige
Ziergegenstände, was sicher Geschenke (auch Hochzeitsgeschenke) oder
besondere Erbstücke waren.
Sicherlich gehören Glaskästen jedoch nicht ganz der Vergangenheit an, durchaus stehen solche "guten Stücke" -nachdem sie meistens abgelaugt und restauriert wurden- in Wohnzimmern, haben dort einen "Ehrenplatz" erhalten. Das besondere daran ist auch das noch handgezogene und daher wertvolle alte Glas.
Mit freundlicher Unterstützung von Annemarie Böck vom Schwangauer Land am Alpenrand
E-Mail: ferienwohnung@boeck-horn.de
http://ferienwohnung.boeck-horn.de/
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