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Fastnachtsspiele
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Fastnachtsspiele -

Fastnachtsspiele, niedrig-komische Burlesken, welche im 15.Jahrhundert in Deutschland entstanden, die ersten Anfänge einer weltlichen Bühne.

Man erklärt ihren Ursprung dadurch am einfachsten, dass um die Zeit der Fasten junge Burschen verkleidet aus einem Haus in das andere zogen, um ihre Bekannten zu belustigen, die mit einem Dialog, zuletzt sogar mit szenischen Anordnungen verbunden wurden und das weltliche und komische Element, das sich bereits in den viel älteren Mysterien entwickelt hatte, in sich aufnahmen und weiter ausbildeten. Im Anfang wurden die Städte improvisiert; der anordnende Dichter, der Zugleich Schauspieler war, hieß Schausprecher. Die Spieler führten ihre ganze Garderobe, ein Paar Schäferkleider und Bärte, in einem Sacke mit; die Bühne stellten ein Paar Bretter auf Bänken dar.

Besonders blühten die Fastnachtsspiele in den süddeutschen Reichsstädten Memmingen, Augsburg, Bamberg und namentlich Nürnberg; letzteres hatte sogar ein eigenes dafür gebautes Theater, freilich ohne Dach, und die Schauspieler gehörten zur Zunft der Meistersänger.

Die Reihe der namhaften Dichter geschriebener Fastnachtsspiele eröffnet der Nürnberger Wappenmaler H. Rosenplüt; ihn übertrifft an ungezügelten Scherzen der Barbier und Meistersänger H. Folz, während Hans Sachs das Fastnachtsspiel zu kunstmäßigerer Gestalt erhob. Ihm nach eiferten Wickram, P. Propst und Ayrer. Eigentliche Intrigue, Knoten und Handlung würde man in diesen Stücken vergebens suchen; dagegen findet man darin einen derben Witz und neben manchen Sittensprüchen auch nicht selten geradezu Unflätigkeiten.

Allmählich aber gewannen die Fastnachtsspiele einen satirischen und polemischen Charakter, der namentlich zur Zeit der Reformation entschieden und besonders gegen einzelne Satzungen und Zeremonien der katholischen Kirche hervortrat. Beweis hiervon ist die vielbesprochene „Tragedia oder Spill, gehalten in dem königlichen Saal zu Paritz“ 1523, worin die kaiserliche und päpstliche Gewalt in Sachen der Religion verspottet wurde. Im gleichen Sinn sind die Fastnachtsspiele des Baseler Buchdruckers Pamphilius Gengenbach und des Berner Malers Nikol. Manuel sowie Burkh. Waldis` Fastnachtsspiel vom verlorenen Sohn gehalten.

Wiederholte Verbote und der Rückzug der Poesie aus dem Volk in die Gelehrtenstuben ließen endlich die Fastnachtsspiele verschwinden; nur Spuren davon haben sich noch einzelnen Gegenden unter anderen Benennungen (Mummenspiele, Mummenschanz, Knecht Ruprecht, die heiligen drei Könige, Quargschießen, Guggelfuhre, Schönbartlaufen Etc. erhalten. Vgl. A. V. Keller, Fastnachstspiele aus dem 15. Jahrh. (Stuttg. 1853-58, 4 Bde.), und Tittmann, Schauspiele aus dem 16. Jahrh. (Leipz. 1868, 2 Bde.)


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