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Obelisken
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Obelisken -

Obelisken, hohe vierseitige Säulen, welche gegen die Spitze zu schmäler und pyramidenförmig enden, daher auch Spitzsäulen genannt, gehören zu den von Mittelägypten bis nach Rubien hin verbreiteten, bestaunenswerten Denkmäler der ältesten Architektur, deren früheste Spuren sich bis in das 15. Jahrh. vor Chr. verfolgen lassen.

Die Mehrzahl dieser Obelisken ist aus Granit des libyschen Gebirges, meist aus einem Stück gehauen und die bis zur Syene aufgefundenen Steinbrüche zeigen uns, wie man bei ihrer Bearbeitung aus der Felsmasse verfuhr. Sie ruhen in einer viereckigen ausgehöhlten Grundlage, die gewöhnlich zwei bis drei Fuß breiter ist als die Säule selbst, welche eine Höhe von 50 bis 150 F. erreicht. Einige findet man auf allen vier Seiten, andere nur teilweise mir Hieroglyphen verziert, die bis zu einer Tiefe von zwei Zoll ausgearbeitet, meist Felder oder Absätze eingeteilt und mit Farben ausgefüllt, zuweilen auch durchgängig mit verschiedenen Farben angestrichen sind; doch gibt es auch völlig glatte Obelisken. Die berühmtesten fanden sich zu Heliopolis oder Baalbek und zu Theben.

Seit der Eroberung Ägyptens durch die Perser wurden neue Obelisken nicht mehr errichtet, und die Ptolemäer haben Alexandrien nur mit denen der älteren Könige ausgeschmückt. Zur Zeit der röm. Kaiserherrschaft wurden mehrere nach Rom und Konstantinopel geschafft, die in der Folge meist umgestürzt, später aber wieder zusammengesetzt und aufgerichtet worden sind. So ließ Augustus zwei große Obelisken aus Heliopolis nach Rom bringen und den einen auf dem Marsfeld, der zugleich als Sonnenzeiger oder Gnomen diente, den anderen auf der Spina im Circus Maximus aufstellen, welcher letztere, bei der Verheerung Roms durch die Barbaren in drei Stücke zerbrochen, unter dem Schutt liegen blieb, bis ihn 1589 Papst Sirtus V. ergänzen und bei der Kirche Madonna del Popolo wieder aufrichten lies. Eben daher wurde unter Caligula ein Obelisk nach Rom gebracht und im Circus Vaticanus, daher der vatikanische heißt, im Jahr 1586 aber vor der Peterskirche aufgestellt. Der selbe beträgt mit Kreuz und Postamt 126 F., wobei der 78 F. hohe, aus Einem Granitstück bestehende Schaft ein Gewicht von 10.000 Zentner hat. Ähnliche Erwerbungen fanden unter Claudius und Caracalla statt.

Den größten Obelisk aber, wahrscheinlich den des Ramses, mit den schönsten Skulpturen, einer Höhe von 179 Fuß mit dem Fußgestelle und einem Gewicht von mehr als 13.000 Zentner, ließ der Kaiser Konstantinus II. zu Rom im großen Circus aufstellen. Auch dieser wurde im 5. Jahrh. von den Barbaren umgestürzt und erst durch Papst Sirtus V. im Jahr 1588 auf dem Platz vor der Johanniskirche vom Lateran wieder aufgerichtet, daher er der lateranische genannt wird. Überhaupt gab es in Rom früher neun Obelisken; den zehnten ließ der Herzog von Alcudia in seiner Villa Mattei und den elften der Cardinal Consalvi auf dem Pincio aufstellen.

In neuester Zeit wurden zwei schöne Obelisken aus Luxor als Geschenke des Vicekönigs von Ägypten nach Europa gebracht, der eine nämlich, unter dem Namen der Nadel der Kleopatra bekannt, im J. 1820 nach England, wo er auf dem Waterlooplatz in London eine passende Stelle erhielt, der andere im Jahr 1833 nach Frankreich, wo er als Denkmal der Julirevolution auf dem Eintrachtsplatz zu Paris aufgestellt wurde.

Quellen:
- Encyklopädie der katholischen Theologie und ihrer Hilfswissenschaften von 1851
- Real Encyklopädie von 1846
- Internet Recherchen
- und andere


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