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Osterkerze
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In der Osterkerze vereinigen sich die griechische, jüdische, römische und christliche Lichttradition. Das Licht gilt als Zeichen des Lebens !

Die Osterkerze und die Lichtfeier zu Beginn der Liturgie haben ihre frühesten Wurzeln in der Sitte der alten Kirche, die Osternacht mit zahl- reichen Kerzen zu erhellen. Zusätzlich gab es in Rom den Brauch, die Osternachtsfeier mit zwei ca. 2m hohe Kerzen zu erleuchten.

Die gesamte Feuersymbolik des Osterfeuers ist auf die Osterkerze übertragen worden. Sie steht heute im Mittelpunkt der Osternachtfeier! Die Osterkerze symbolisiert den über Tod und Sterben siegenden und auferstandenen Jesus Christus.

Die Symbolik der Kerze die ihren Leib vom Feuer (Licht) verzehren läßt legt ihre Verwendung im Osterbrauchtum nahe.

Die Osterkerze wird in der Osternachtliturgie am geweihten Feuer entzündet und in den dunklen Kirchenraum getragen nachdem sie vorher gesegnet wurde. Zu ihrem Lob wird das Exlutet gesungen das ins 1. Jahrtausend zurückgehende Preislied auf die "magnalia die" die Großtaten Gottes die in der Auferstehung gipfeln. Die Osterkerze bleibt - festlich geschmückt - der liturgische Mittelpunkt der Osternacht.

Jeder kann natürlich Osterkerzen auch selber gießen und verzieren mit Sprüchen und Symbolen. Traditionelle katholische Osterkerzen in Bayern Traditionelle katholische Osterkerzen in Bayern Die Lichtfeier hat neben dem "Halleluja"-Ruf das Licht als wichtigsten Bestandteil. Meist erhalten die Gottesdienstteilnehmer bereits am Eingang der Kirche eine Kerze, die dann an der "Osterkerze" entzündet wird.

Gelegentlich wird sogar ein richtiges "Osterfeuer" entfacht. Solche Feuer wurden bereits in heidnischer Zeit praktiziert: man versuchte, mit diesem Frühlingsfeuer die Sonne magisch auf die Erde herab zu ziehen.

Die ersten christlichen Osterfeuer gab es um 750 in Frankreich.

Im 10. Jahrhundert etablierte sich die Osterkerze; sie brennt während der ganzen Osterfestzeit bis Pfingsten. Danach wird die Kerze neben den Taufstein gestellt und brennt bei Taufen.

Seit dem 11. Jahrhundert sind sie im deutschsprachigen Raum verbreitet. Auch Flammenräder ließ man von Hügeln hinabrollen.

Heute steht die Osterkerze im Mittelpunkt der Osternachtfeier. Erstmals erwähnt wurde eine Osterkerze 384 in Piacenca in einem Brief von Hieronymus. Spätestens 417 gebrauchte sie Papst Zosimus in Rom.

Im 7. Jahrhundert wird sie in allen Titelkirchen Roms verwandt. Das Einritzen des Kreuzes und der Buchstaben Alpha und Omega ist in gleicher Zeit für Spanien bezeugt und ist von dieser Zeit an wahrscheinlich auch Brauch in Rom. In Jerusalem war es uralter Brauch das Licht der Osterkerze an alle Mitfeiernden weiterzugeben ein Brauch der (nach einer Blüte im Frühmittelalter) heute wieder überall geübt wird.

Der Brauch, die Osterkerze an alle Kirchenbesucher weiterzugeben ist in Jerusalem als uralt bezeugt.

Die festlich geschmückte Osterkerze wird dann auf dem Osterleuchter angebracht und die Gemeinde entzündet ihre mitgebrachten Osterkerzen an jener Flamme. Damit soll bekundet werden, das Jesu der Ursprung des Lebens ist und Licht in die Dunkelheit bringt. Diese Bedeutung wird durch das Absenken der Osterkerze in das Wasser bei der Weihung des Taufwassers und dem Entzünden der Taufkerzen an der Osterkerze noch verstärkt.

MOTIVE DER OSTERKERZE:

Meist ein Kreuz, ein Baum, ein Lamm, eine Taube, das Sonnenlicht oder Wasser.

Auf der Osterkerze werden an dem Kreuz mit 5 Wachsnägeln, Weihrauchkörnern etc. die 5 Kreuzmale Jesu angedeutet und oberhalb des Kreuzes der erste griechische Buchstabe

Alpha für Anfang und unterhalb der letzte griechische Buchstabe Omega für Ende plaziert. Symbolisieren: "Ich bin der Anfang und das Ende".

Jahreszahl ist ebenso auf der Kerze vermerkt. Wird sie zu Ostern des Jahres z.B. 2000 geweiht, so trägt sie diese Jahreszahl bis Ostern 2001. Erst dann wird sie durch eine neue Osterkerze mit Jahreszahl 2001 ersetzt!

Die weiße Kerzenfarbe steht für die Hoffnung und das neue Leben.

Die Osterkerze brennt nur während der 50tägigen Osterzeit von Ostern bis Pfingsten, an Taufgottesdiensten, um an ihr die Taufkerze zu entzünden und an Begräbnismessen.

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