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Kalvarienberg - Calvarienberg
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Kalvarienberg -

Calvarienberg, Golgatha, Calvaria oder Schädelstätte ist der Ort, wo Jesus gekreuzigt wurde, Matth. 27, 33. Marc. 15, 22. Luc. 23,33. Joh. 19, 17.

Von den Evangelien wird der Ort nicht näher beschrieben. Der Ursprung des Namens wird verschieden angegeben. Jene, welche ihn von der äusseren Form des Hügels ableiten, behaupten, daß der Hügel, worauf das Kreuz des Erlösers errichtet war, sich in der Form eines Schädels dem Auge des Beschauers darstellte, der ohne Bäume und Pflanzen an Kahlheit einem Schädel gleiche.

Die von Mehreren angenommene Errklärung der Benennung ist genommen von den Schädeln der an jener Stätte hingerichteten Missetäter. Es darf jedoch micht vergessen werden, daß die Israeliten große Sorge trugen, sich durch Berührung von Leichnamen nicht zu verunreinigen; daher kann in der Nähe der Hauptstadt Jerusalem kein Ort angenommen werden, an welchem die Schädel der hingerichteten Misstäter den Blicken der Lebenden offen lagen.

Unter den Heiligen Vätern finden sich einige, welche den Ort Calvarienberg genannt wissen wollen von dem Schädel des dort begrabenen Menschen Adam. Vgl: Hieron. in Ephes. 5,14. Epist. Paulœ et Eustoch. ad Marcellam, s. Ambros. in Luc. 23. Allein das Grab Adams ist unbekannt und der Grund dieser Behauptung scheint blos auf der Zusammenstellung Adams und Christi 1 Cor. 15, 22. 45. zu beruhen.

Diese Zusammenstellung wurde auch ohne eine Andeutung in der Bibel auf den Ort des Grabes Adams und des Todes Christi gemacht. Der Ort der Kreuzigung Christi wird in der Bibel weder Berg noch Hügel genannt und lag nach dem Apostel Paulus außer der Stadt, hebr. 13, 12. Nach Eusebius und dem heiligen Hieronymus: de locis, lag der Calvarienberg auf der Nordseite von Sion. Diese Lage läßt sich jedoch gegenwärtig schwer bestimmen.

Jerusalem wurde öfter zerstört, zuerst unter dem römischen Feldherrn Titus, dann unter Hadrian. Es entstand eine neue Stadt, von den römischen Colonisten erbaut und Aelia Capitolina genannt, nachdem die Häuser und Mauern der alten geschleift waren. Die neue Stadt wurde mehr gegen Norden gebaut; woher es sich erklären läßt, daß der Ort der Kreuzigung Christi nicht mehr außer den Mauern der Stadt, wie damals, sondern in die Mitte der Stadt zu stehen kam. Von Helena, der Mutter des Kaisers Constantin, wurde an dem Orte, wo das Kreuz des Erlösers aufgefunden wurde, eine Kirche erbaut und prächtig ausgeschmückt. Dieser Ort wurde für den Calvarienberg gehalten, da man von der Voraussetzung ausging, daß das Kreuz an jenem Orte vergraben liege, an welchem Christus gestorben sei. Bis auf unsere Tage wird in der Auferstehungskirche zu Jerusalem der Ort, der als Stätte des Todes Jesu Christi nach der Überlieferung angesehen wird, den frommen Pilgern gezeigt. Vgl. Quaresmius: historia terrae sanctae. Ichnographia templi resurrectionis. M Scholz de situ Golgathae 1825.

Quelle: Kirchenlexikon oder Encyklopädie der katholischen Theologie und ihre Hilfswissenschaften von 1848
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