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Baumfriedhof
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Baumfriedhof

Text und Bildauswahl: Peter Benz

Neues Grabfeld für Baumgräber

Erste Bestattungen unter Bäumen

Maler Hartwig Fischer gehört zu den ersten Prominenten Künstlern

Reichenbach. In den vergangenen Jahrzehnten wandelte sich die Trauer- und Beisetzungskultur aufgrund tief greifender gesellschaftlicher Veränderungen. Immer mehr Menschen suchen nach neuen oder außergewöhnlichen Wegen zur Bestattung. Zu ihnen gehört unter anderem der Friedwald und auch die Baumbestattung.
In der großen Kreisstadt Reichenbach können Baumbestattungen seit Ende November 2011 durchgeführt werden.
003= Erste Gräber auf der Anlage im Dezember 2011 Vorgesehen sind 36 Grabstellen, die mit Blumenablagefläche und Sitzbänken ausgestattet sind. Eine Erweiterung der Anlage ist möglich.
In dem dafür vorgesehen Feld wurde seit 35 Jahren keine Belegung mehr vorgenommen.
Mit der Baumbestattung nimmt Reichenbach im Vogtlandkreis eine bestattungskulturelle Vorreiter-Rolle ein.
     „Unseres Wissens sind wir die einzigen weit und breit, die solche Baumgräber anbieten“, erklärte der zuständige Abteilungsleiter im Reichenbacher Rathaus Jochen Meth vor Ort.
„Erst seit Juli 2009 sind solche Baumbestattungen in Sachsen ausdrücklich erlaubt. Die Große Kreisstadt hatte sie in ihre neue Friedhofssatzung aufgenommen und damit die Möglichkeit geschaffen, derartige Gräber anzulegen. Es werden vier bis fünf Laubbäume gepflanzt, an deren Wurzeln jeweils vier bis acht Urnen beigesetzt werden können. Die Gehölze müssen ansprechend sein. Die Kosten belaufen sich auf etwa 600 bis 1000 Euro. Die Bäume sollen im Frühjahr und Sommer eine schöne Blüte und im Herbst prächtig gefärbtes Laub haben“, so Meth.
005= Die ersten Bestattungen wurden vorgenommen. In nur fünfwöchiger Bauzeit wurde ein Grabfeld auf dem Reichenbacher Hauptfriedhof, unweit der Trauerhalle gelegen, zur Anlage für Baumgräber umgestaltet. Der Technische Ausschuss der Stadt bewilligte dafür 15.000 Euro.
Herzstück der Anlage mit einer Fläche von etwa 600 Quadratmetern ist eine etwa 70- bis 80-jährige Eiche. Um die alte Eiche und die neu gepflanzten Gehölze wurden kreisrunde Wege angelegt und Bänke aufgestellt. Jetzt zieren unter anderem eine amerikanische Roteiche und eine rosafarbene Magnolie die Grabstätte. Eine Buchenhecke umrahmt das Grabfeld. Die Rasenansaat erfolgt in diesem Jahr.
Um die Bäume herum werden Hülsen gesetzt, um Beschädigungen am Wurzelwerk zu verhindern. Je nach Beisetzung werden die Hülsen dann gezogen und die Urne beigesetzt.
011= Den Blickfang bildet die 70- bis 80-jährige Eiche. Bislang
Die Kosten für eine Grabstelle werden circa 1700 Euro (20 Jahre Liegezeit) inklusiv Pflege betragen. Eine Erweiterung der Anlage ist möglich.
Nach nur fünfwöchiger Bauzeit wurde noch im Jahr 2011 auf dem Reichenbacher Hauptfriedhof ein Grabfeld zu einer etwa 600 Meter großen Baumgrabstätte umgestaltet worden. Damit sind bis Weihnachten fünf der 36 Bestattungsplätze unter Bäumen belegt.
Bei der Umsetzung der Pläne beseitigte eine Firma aus Lichtentanne störende Bäume und Sträucher. Dann wurden Wege angelegt, Bänke aufgestellt und Buchenhecken und Bäume angepflanzt. Jetzt zieren unter anderem eine amerikanische Roteiche und eine rosa Magnolie die Grabstätte. Die Rasenansaat erfolgt 2012.
Die Baumbestattung ist auch für Interessenten die außerhalb des Reichenbacher Umlandes wohnen, wie zum Beispiel Greiz, möglich.
Peter Benz

Bildtexte

  • 003= Erste Gräber auf der Anlage im Dezember 2011.
  • 005= Die ersten Bestattungen wurden vorgenommen.
  • 011= Den Blickfang bildet die 70- bis 80-jährige Eiche.
  • Hartwig Fischer= Zu den ersten Künstlern zählt der Maler Hartwig Fischer, der im November 2011 verstarb.

  • Fotos: PB

    Inhalt mit freundlicher Unterstütztung von Peter Benz
    Titel: Baumfriedhof
    Autor: Peter Benz
    Copyright: Peter Benz, 08468 Reichenbach
    gepostet von Peter Benz am 11.02.2012 14:34
    E-Mail: klauspeterb (at) t-online.de

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