Der 6. Januar führt gleich zu zwei Namen im Kalender, nämlich Epiphanias und
Dreikönigstag. In vielen Familien wird der Weihnachtsbaum zum letzten Mal angezündet
und anschließend geplündert.
Mit dem Dreikönigstag gehen die Zwölf
Nächte zu Ende, man schreibt mit Kreide die Buchstaben C+M+B an die Haustür und hofft,
damit wieder für ein Jahr alles Übel fernhalten zu können. Caspar, Melchior und
Balthasar, die drei Weisen aus dem Morgenland, geben den Hintergrund des Brauch.
Inhalt mit freundlicher Erlaubnis des Graf-Zeppelin-Gymnasiums
in Friedrichshafen; aus der Jahresarbeit 'Rund um Weihnachten' von Simone Heiß, Kathrin Wetzel und Annette Grimm.
Dreikönigstag war früher ein Tauftag
Der Dreikönigstag war - ähnlich wie die Osternacht - früher ein traditioneller Tauftag.
Im Gedenken an die Taufe findet daher die Dreikönigswasserweihe statt.
Mit dem geweihten Wasser, das meist einige Tage lang in der Kirche abgeholt werden kann,
werden die Häuser und Wohnungen gesegnet.
Geweiht werden Salz, Weihrauch und Kreide.
Salz, weil es schal gewordenes Wasser wieder lebendig macht,
Weihrauch als Zeichen des Gebetes, das zu Gott aufsteigt, und die Kreide für den Haussegen.
Sie schreiben dann die drei Buchstaben "C+M+B" und die Jahreszahl mit Kreide an die Haustüren.
Längst weiß natürlich jeder,
dass die Buchstaben für den lateinischen Segensspruch "Christus Mansionem Benedicat" stehen -
Christus segne diese Wohnung.
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