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Halloween - 31. Oktober
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Halloween - Vorabend von Allerheiligen - das keltische Neujahrsfest

Das Wort Halloween ist eigentlich eine Verballhornung von "Allerheiligen" - "all hallow souls" oder "all hallow eve" - "Vorabend von Allerheiligen".

Haloween - 31 Oktober

Haloween in der Schweiz
Halloween wird auch in der Schweiz immer beliebter. Im Zuge der Amerikanisierung unserer Kultur wird dieser Brauch auch bei uns wieder eingeführt und erweist sich ganz nebenbei als gutes Geschäft für Firmen von McDonalds bis Migros. In Zürich wird am 28. Oktober unter dem Namen "The European Halloween Festival 2000" ein Grossanlass durchgeführt, an dem sich zahlreiche Sponsoren beteiligen.

Ursprünge
Eigentlich ist Halloween eine europäische Erfindung. Die Ursprünge reichen in die keltische Zeit zurück. Vor 2000-3000 Jahren wurde Halloween in Europa gefeiert. Über den Ursprung sind sich die Forscher nicht ganz einig.
Man weiss, dass die Kelten am 1. November das Samain-Fest gefeiert haben. Es ist zu vermuten, dass irgendwelche Beziehung zum Kult der Totenseelen bestanden hat. Bedeutsam ist, dass das Opferfest für den Gott Crom Cruaich an diesem Tag stattfand. Diesem Gott sollten alle Erstgeborenen geopfert werden. Mit den Opfern wollte man offenbar die Mächte der Unterwelt besänftigen. Gleichzeitig ist der 1. November der Winteranfang im irischen Kalender. Die Nacht vom 31. Oktober zum 1. November spielt in Sagen und Bräuchen eine grosse Rolle. Man glaubte, dass die Menschen in diesen Stunden Zugang zur Welt der Geister finden könnten. Der Schleier zwischen der Welt der Lebenden und Toten, so glaubte man, war in dieser Nacht am dünnsten. Die Seelen der Verstorbenen konnten zurückkommen, z.B. in Tiergestalt. Menschen waren fasziniert und fürchteten sich gleichzeitig vor den Geistern und versuchten sie mit Feuer und Masken zu vertreiben.
Als Brauch wurde bei den Druiden in Irland folgendes praktiziert: Man ging von Haus zu Haus, um Gaben zu sammeln. Wer Gaben ab-lieferte, dem versprach man den Segen des Gottes Muck Olla. Wer nichts ablieferte, dem versprach man Fluch und schlechte Ernte.
Hier könnte ein Ursprung für das heutige Süssigkeiten-Sammeln liegen, das vor allem in den USA populär ist. Dort gehen Kinder als Geister verkleidet von Haus zu Haus und rufen: "Trick or Treat" - entweder etwas Süsses oder es wird ein Streich gespielt.
Vor rund 1200 Jahren hat der Papst für den 1. November den Feiertag "Allerheiligen" festgelegt. An ihm sollte der christlichen Märtyrer gedacht werden. Die Kirche beabsichtigte damit, die christianisierten Bretonen, Briten und andere Völker keltischen Ursprungs von den alten Bräuchen wegzubringen. Das Heidnische verschwand allerdings nicht, sondern vermischte sich mit dem Christlichen.

In England nannte man Allerheiligen "All Saints Day" oder "All Hallows Day". Aus dem Begriff "All Hallows Evening", als Vorabend vor Allerheiligen, wurde kurz "Hallows' E'en" oder eben "Halloween".

Und die Bedeutung des beleuchteten Kürbis? Während man in der Schweiz mit ausgehöhlten "Runkelrüben" kleine Laternen bastelte und sogenannte "Räbeliechtliumzüge" veranstaltete, fanden irische Einwanderer in den USA ein imposanteres Gemüse zum Aushöhlen: Den Kürbis. Um den beleuchteten Kürbis, den "Jack-o'Lantern" rankt sich eine Legende: Ein Mann namens Jack legte einst den Teufel herein, indem er ihn auf einen Baum lockte und dann ein Kreuz in den Baum schnitzte. So konnte der Teufel nicht mehr herunter. Jack nahm dem Teufel das Versprechen ab, dass er ihn nie mehr in Versuchung führen werde, und löschte dann das Kreuzsymbol. Nach seinem Tod war der alte Jack allerdings weder im Himmel noch in der Hölle willkommen. Der Teufel gab ihm aber eine glühende Kohle, die Jack in eine ausgehöhlte Rübe legte. Mit dieser Laterne soll er heute noch umherziehen.

Wertung und Empfehlung: Gefährliches Motiv für das Marketing
Zunächst handelt es sich bei Halloween um einen Brauch, der heidnischen Ursprung hat. Samain ist ein Fest, das stark vom Glauben an Dämonen und von der Wiederkehr verstorbener Seelen erfüllt ist.

Der jüdisch-christliche Glaube hat Feste im Zusammenhang mit Toten abgelehnt. Der Verkehr mit der Totenwelt war verboten. Der Bereich des Todes machte unrein (Altes Testament). Diese Verbote sind als Abgrenzung gegen heidnische Feste zu verstehen. Die Geschichte des Halloween zeigt, dass die Kirche auch wie bei anderen Gelegenheiten versuchte, heidnische Daten christlich zu besetzen. Die erhoffte Entfremdung von heidnischen Bräuchen fand aber nicht statt. Diese waren so stark verwurzelt, dass eine blosse Christianisierung ohne Tiefenwirkung blieb.

Heute scheint Halloween aus verschiedenen Gründen wieder an Beliebtheit zu gewinnen. Für die einen ist es eine Gelegenheit, lustige Streiche zu vollführen. Andere werden Halloween feiern, weil sie fasziniert sind von der Möglichkeit, Übersinnliches auszuleben. Für Firmen und Grossverteiler ist das Halloween-Motto in erster Linie eine neue Marketing-Möglichkeit, die man wie Weihnachten und Ostern für das gute Geschäft nutzen will. Auch wenn viele Menschen sich heute der Unterhaltung wegen ahnungslos und nur oberflächlich auf Halloween einlassen, darf man sich nicht darüber hinweg täuschen lassen, dass Halloween immer mehr zur Begegnung mit dem Okkulten einlädt. In den USA haben sich Halloween-Parties in manchen Kreisen zu gewaltsamen und dämonischen Events entwickelt, bei denen Leib und Seele der Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes gefährdet sind.

Empfehlung an Firmen, Vereine, Schulen und Behörden
Auch in der Schweiz nimmt unter Jugendlichen der Hang zu Okkultismus und Satanismus zu. Halloween, als Spass harmlos begonnen, kann einen verhängnisvollen Beitrag dazu leisten. Aus der rechtsextremen Szene wissen wir heute, dass die Beschäftigung mit heidnisch-okkulten Bräuchen und Riten alles andere als harmlose Auswirkungen haben kann. Deshalb empfehlen wir, sich mit Halloween kritisch auseinander zu setzen. Dieser Brauch ist als neues Marketing-Motiv oder als Unterhaltungsidee ungeeignet. Die SEA bittet Firmen, Vereine, Schulen und Behörden, Halloween nicht zu unterstützen.

Empfehlung an Kirchen und Gemeinden
Christen werden zu diesem Brauch ohnehin ein kritisches Verhältnis haben. Junge Christen sollten über den Hintergrund informiert werden. Eigentlich haben Christen genug Grund, um Feste zu feiern. Die Bibel ist voll von Gleichnissen, in denen grosse Feste stattfinden. Jesus liess sich gerne an Feste einladen. Jesus Christus ist auferstanden. Er hat den Tod besiegt. Das ist Grund genug, immer neu gefeiert zu werden! Christliche Kirchen und Gemeinden sollen mit Jesus immer wieder ein Fest steigen lassen! Christen brauchen kein Halloween.

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Inhalte mit freundlicher Unterstützung von
Peter Jordi / Schlieren- Schweiz
gepostet am: Thu, 28 Jul 2005 16:22:49 +0200

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