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Hufeisen- und Plattenwerfen in Tirol
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TIROLER LANDESVERBAND DES PLATTENWERFERSPORTES
Präsident Stefan STÖCKL- BERGER
6345 Kössen, Euro Camp - Kaiseralm
Hufeisenwerfen - Die Geschichte zum Hufeisen- und Plattenwerfen in Tirol

Bild 1 - Klick mich zum Vergrössern Das Hufeisenwerfen ist ein sehr altes Brauchtum und hat in den Alpenländern eine uralte Tradition und Geschichte. Der Ursprung kommt nachweislich aus dem Bauernstand, denn seit es Hufeisen gibt, wurden sie als handliche Wurfgeräte für diesen interessanten Freizeitsport verwendet. Im Tiroler Unterland hat sich im Laufe des letzten Jahrhunderts daraus das Plattenwerfen entwickelt. Durch entsprechende Regelwerke wurde diese Sportart der heutigen Zeit angepasst. Im Wandel der Jahrzehnte wurde aus dem Hufeisen- und Plattenwerfen ein ernstzunehmender Freizeitsport. Viele Plattenwerfervereine wurden in den 60er und 70er Jahren im Tiroler Unterland gegründet und aus einem Bezirksverband für Kufstein und Kitzbühel wurde 2003 der Tiroler Landesverband des Plattenwerfersportes, der seither sehr erfolgreich Tiroler Meisterschaften ausrichtet.

Bild 2 - Klick mich zum Vergrössern Die Wurfgeräte sind vielfältige, speziell angefertigte Geräte aus gehärtetem Stahl, unterschiedlich in der Form, in Hufeisenform oder runde und abgeschrägte Metallplatten, mit einem erlaubten Durchmesser von höchstens 20 cm. Durch die Wurfweite von 19 m sind bei den Hufeisen und Sportplatten gewichtsmäßig Grenzen gesetzt, im Normalfall ist das Gewicht bei ca. 1 bis 1,3 kg. Der Zielpunkt ist ein Holzwürfel den man Daube oder Hase nennt. Es ist ein Würfel mit 8 cm Kantenlänge und sollte sich farblich gut sichtbar vom Grasboden abheben. Als Wettkampfplatz für zwei Mannschaften ist ein Stück ebene Wiese erforderlich, ca. 7 m breit und etwa 30 m lang. Vom Bewegungsablauf her ist das Hufeisen- und Plattenwerfen dem Kegel- oder Stocksport sehr ähnlich, ist aber von der Schwierigkeit her höher einzustufen, da man nicht nur die Richtung beachten muss, sondern auch auf den Punkt genau zu werfen hat. Als Bewertungsmodus hat sich die olympische Zählweise wie beim Stocksport durchgesetzt. Der Ehrgeiz ist natürlich sehr groß und es erfordert viel Übung und Training, um bei Wettbewerben ganz vorne mitmischen zu können und es erfordert auch eine gute körperliche Belastbarkeit und Ausdauer.

In Österreich wird seit vielen Jahren mit den Oberösterreichern und den Salzburger Vereinen der Bundesländer-Meister ermittelt. Aber auch zwischen Tirol und Bayern gibt es schon lange durch Freundschaftswerfen und hart umkämpften Turnieren keine Grenzen mehr.

Wichtige Faktoren sind Freude und Entspannung und dass „Jung” und „Alt” gemeinsam Spaß an diesem Freiluftsport haben. Dass man diesen Sport vor allem kostengünstig betreiben kann, ist ein schwerwiegendes Argument, das zusätzlich für den Plattenwerfersport spricht.

Der Tiroler Plattenwerfer-Landesverband hat sich zur Aufgabe gemacht, diese zur alpenländischen Volkskultur zählende Sportart zu erhalten und zu fördern, sich für das Plattenwerfen voll einzusetzen und den Vereinen hilfreich zur Seite zu stehen.

  • Bild 1: Tiroler Landesmeisterschaft in Brixen i. Th
  • Bild 2: Freundschaftsturnier in Wochenbrunn am wilden Kaiser

    (Die Bilder lassen sich durch klicken vergrössern)

Mit freundlicher Unterstützung von Heinz Exenberger
Schriftführer Tiroler Landesverband des Hufeisen- und Plattenwerfersportes
Titel: Hufeisen- und Plattenwerfen in Tirol
Autor: Heinz Exenberger
Copyright: © by Heinz Exenberger
gepostet von: Heinz Exenberger
Date: Mon, 23 Feb 2009 10:11:57 +0100
E-Mail: heinz.exenberger@rba-zirl.at

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