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Plätzchen
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Plätzchen -

Das Plätzchen backen entstand erst im 19.Jh. Zuvor waren Plätzchen, Lebkuchen etc. nur den Reichen vorbehalten, die es sich leisten konnten bei einem Lebzelter oder Bäcker einzukaufen. Frühe deutsche Plätzchenrezepte erinnern noch heute oft an die Vollwertbäckerei, denn die ersten Köchinen die sich damit befassten, orientierten sich noch sehr stark an den bäuerlichen Festtagsbroten mit reichlich Nüssen, Mehl oder Semmelbrösel.

Erst mit den Butterplätzchen wurde es dann langsam bunter auf den Tellern. Die Kekse schmeckten nun so gut wie Honiggebäck, waren aber viel schneller gebacken.

Als Erfinder der modernen Plätzchenbäckerei dürften auch die Briten zählen, die mit Ihrer Teekultur nach süssem verlangten. Aber auch Köchinen der ehemaligen Monarchien Österreichs, Böhmens und die vornehme Gesellschaft verlangte nach süssen Kleinigkeiten.

Berühmte Weihnchtsplätzchen wie Vanillekipferl (Rezept von Johann Lafer), Spitzbuben oder Spritzgebäck wurde ursprünglich nicht zum Weihnachtsfest, sondern zum Nachmittagstee gereicht.

Plätzchenrezepte von www.weihnachtsseiten.de findest du Hier


Texte aus dem Universal Lexikon der Kochkunst von 1886

Plätzchen, eine Art Bonbons, Pastillen, auch Ananas Pastillen, Berberitzen Küchel, Zitonen Plätzchen u.s.w.

Plätzchen, Plätchen oder kleine Teekuchen.
Eine Porzellanschüssel wird auf dem warmen Herd gestellt und erwärmt; dann rührt man sechs Eier mit 250 Gramm gestoßenem Zucker eine Viertelstunde lang darin, nimmt die Schüssel vom Herd und rührt die Masse noch so lange, bis sie wieder völlig ausgekühlt ist, mischt 240 Gramm feines Mehl und einen knappen Eßlöffel feinen Rum hinzu, setzt von diesem Teig kleine Häufchen auf ein mit Wachs oder Butter bestrichenes Blech, läßt sie an einem mäßig warmen Ort zwei bis drei Stunden stehen, bäckt sie bei gelinder Hitze gelb und läßt sie nach dem Backen noch eine Stunde auf dem Blech, bevor man sie davon weg nimmt.
Oder man reibt 250 Gr. Butter zu schaum und mischt 250 Gr. Zucker, drei ganze Eier, drei Dotter und die feingehackte Schale einer halben Zitrone nebst 280 Gr. Kartoffelmehl hinzu.

Plätzchen mit Anis
Das Eiweiß von 12 vorsichtig geöffneten Eiern wird zu möglichste festem Schnee geschlagen und allmälich mit den zerquirlten Dottern, 375 Gr. löffelweise hinzugefügtem Zucker und zwei Eßlöffel Aniskörnern sowie 375 Gr. feinem Stärkemehl unter fortdauerndem starken Schlagen vermischt, worauf man die Masse in kleinen Häufchen auf ein mit Wachs bestrichenes Blech setzt und bei sehr gelinder Hitze langsam gelb bäckt.

Zitronen-Plätzchen
250 Gr. Zucker, fünf Eidotter und die abgeriebene Schale von zwei Zitronen werden recht dick und schaumig gerührt, mit dem Saft der Zitronen, 90 Gr. geriebenen süßen Mandeln, 70 Gr. Weizenmehl und 250 Gr. gesiebtem Kartoffelmehl, sowie dem festen Schnee der Eiweiße vermischt, häufchen aus der Masse auf ein gebuttertes Blech gesetzt und bei gelinder Hitze gebacken.

Gewürz-Plätzchen
Sieben Eier rühr man mit ½ Kg gestoßenem Zucker, der abgeriebenen Schale von einer Zitrone, 70 Gr. klein geschnittenem Zitronat, 4 Gr. gestoßenem Zimt, 4 Gr. Kardamon und 3 Gr. Nelken fast eine halbe Stunde nach einer Seite hin, mischt nach und nach ½ Kg. feines Mehl darunter, setzt die Plätzchen auf ein mit wachs bestrichenes Blech und bäckt sie langsam hellbraun.

Mandel-Plätzchen
70 Gr. Butter rührt man zu Schaum, tut nach und nach 4 Eier, 250 Gr. fein gestoßene Zucker, die abgeriebene Schale einer halben Zitrone und 100 Gr. geschälte und geriebene süße nebst etlichen bitteren Mandeln hinzu, mischt zuletzt 250 Gr. feines Mehl darunter und bäckt die Plätzchen wie gewöhnlich.

Quelle:
Universal Lexikon der Kochkunst, Dritte verbesserte Auflage, 2. Band von 1886


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