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Pianoforte
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Pianoforte -

Pianaoforte oder Fortepiano, ein Tasteninstrument, dessen Saiten über mehrere auf dem Resonanzboden ausstehende Stege gespannt, durch kleine belederte Hämmer mittels der Tasten in Schwingung gesetzt und wo ein Nachhallen nicht beabsichtigt wird, nach Berrührung der Taste sogleich wieder mittels lederner Dämpfer gedämpft werden. Das Pianoforte hat über das Klavier den Sieg davon getragen, hauptsächlich durch Fülle, Stärke und Dauer des Tons. Die Stärke des Tons hat man noch dadurch vermehrt, daß man die Zahl der Saiten für jeden Ton vermehrt hat. Gewöhnlich sind jetzt die Pianofortes dreichörig, d. h. für jeden Ton sind drei Saiten vorhanden und die Hämmerchen schlagen gewöhnlich von unten an die Saiten. Teils eine Veränderung, teils eine Verlängerung des Tons wird hervorgebracht durch die Züge, deren man aber gegenwärtig nur wenige anzubringen pflegt. Die wesentlichsten darunter sind: 1) der Zug, durch welchen die Dämpfer gehoben werden, bezeichnet durch Ped. (Pedale) oder , während das Fallenlassen der Dämpfer durch einen Stern angedeutet wird: sodann 2) die Verschiebung, bezeichnet durch a una chorda, weil hier der Hammer nur eine Saite berührt, was einen sehr sanften Ton hervorbringt.

Früher vertrat das Klavier die Stelle des Pianoforte, mit welchem es den Vorzug teilt, daß ein einziger Spieler auf demselben eine volle Harmonie hervorbringen und die schnellsten und schwierigsten Tonfolgen durch eine leichte Mechanik ausführen kann. Dem Klavier steht es in dem Punkte nach, daß bei diesem der Anschlag der Finger auf die Bildung des Tons größten Einfluß hat, während die Töne bei dem Pianoforte gleichsam fertig und bereit liegen; doch kann auch hier durch guten Anschlag noch sehr viel für den Ton getan werden. Ihrer Gestalt nach sind die Pianofortes entweder und zwar zumeist tafelförmig oder flügelförmig. Erstere sind gewöhnlich schwächer im Tone, die letzteren zerfallen wieder in lange Flügel und Stutze. Den langen Flügeln wird als Konzertinstrumenten der größte Umfang und die größte Stärke gegeben. der gewöhnlich Tonumfang der Pianofortes ist 6 ½ Octaven vor dem tiefen Conta-C ausgehend. Auch hat man Pianofortes in aufrechtstehender Form gebaut, die aber wenig in Gebrauch gekommen sind.

Erfunden wurde das Pianoforte in Dresden um 1707 von Chr. Gottlieb Schröder aus Hohenstein in Sachsen, doch erhielt es erst allmälig durch Verbesserungen den Grad der Vollkommenheit, durch welche es gegenwärtig bei allen musikalischen Unterhaltungen eine so bedeutende Rolle spielt. An Stärke und Festigkeit zeichnen sich die engl. Pianofortes vor allen andern aus; sie sind aber schwerer zu behandeln und sehr kostbar. Unter den deutschen Fortepianos nehmen die Wiener und Leipziger den ersten Rang ein und zwar in Wien die von Streicher, Stein, Bosendörfer, Tomaschek, in Leipzig die aus den Fabriken von Breitkopf und Härtel und Schambach und Meerhau; auch die Instrumente von Irmler und von Ziegler in Leipzig, sowie die von Rosenkranz in Dresden, wo die tafelförmigen vorzüglich beachtenswert sind, verdienen Erwähnung. Die berühmtesten Pianoforteschulen sind die von Löhlein, nachher durch A.E. Müller und zuletzt von Czerny herausgegeben, Adam, Hummel, Kalkbrenner und endlich und hauptsächlich die von Czerny.

Quelle:
Allgemeine deutsche Real Enzyklopädie für die gebildeten Stände; Konversations-Lexikon, Neunte Auflage in fünfzehn Bänden, Zehnter Band von Brockhaus 1846


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