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Religiöses Brauchtum am Fest
der Erscheinung des Herrn
Wer vom neu geweihten Dreikönigswasser trinkt, bleibt von Halsschmerzen verschont
Am Vigiltag (Vorbereitungsfeier am Tag vor bestimmten Festen) vor Dreikönig wurden zum Andenken an die Taufe
Jesu Wasser und Salz geweiht.
Die Wasserweihe ist schon alt und geht
auf einen Brauch aus dem 4. Jahrhundert zurück, das Wasser des Nil
in Alexandrien und das Wasser des
Jordan in Palästina zu segnen.
Im 11. Jahrhundert wird die Wasserweihe im Westen übernommen
und mit einer Salzweihe verbunden. Dieser Brauch steht in Verbindung mit der Taufe,
zu welcher geweihtes, mit Salz gleichsam gegen
Verderbnis geschütztes Wasser
verwendet wurde; denn in der frühen Kirche war der
Dreikönigstag
neben Ostern einer der großen
Tauftage, an welchen die Neubekehrten in die Kirche aufgenommen wurden.
Heute werden mit Wasser und
Salz auch der Weihrauch und die
Kreide gesegnet, welche zum
Haussegen verwendet werden.
Das geweihte Dreikönigswasser soll
Abwehrfunktion gegen böse Geister haben und 7 Jahre lang nicht
verderben.
Haussegen C+ M + B
Am Dreikönigstag werden die
Häuser mit Weihrauch beräuchert
und mit Weihwasser gesegnet. An
der Tür werden dabei mit Kreide
die Anfangsbuchstaben der Könige
zwischen die Jahreszahl geschrieben
(19 C + M + B 01).
Neuerdings
werden die drei Buchstaben auch
als lateinische Abkürzung für den
Satz Christus mansionem benedicat", Christus möge das Haus segnen, gedeutet.
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