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Linsen -
In Italien und einigen Regionen Süddeutschlands gehören Sie unbedingt zu Weihnachten und Neujahr
und sind auch als Fruchtbarkeitssymbol bekannt.
Speisen wurden vielfach mit einer bestimmten Bedeutung verbunden.
In manchen Regionen Deutschlands bedeuteten Klöße großes Geld, und Linsen dagegen Kleines Geld.
In Italien sind Linsen auch heute noch ein Symbol für Geld und Reichtum, und deshalb soll man am 1. Januar
oder auch am Sylvester in der Nacht zum 1.Januar, soviel Linsen Essen, wie man kann,
um auch vom Reichtum entsprechend profitieren zu können.
In Italien ein beliebtes altes Linsengericht hierfür ist:
Zampone e Lenticchie - "Zampone" und Linsen
Ein typisches tschechisches Essen an Sylvester bzw. Neujahr ist
Saure Linsen
Üblich ist es also auch in Tschechien, am 1. Januar Linsen zu essen,
um für das neue Jahr genügend Reichtum zu bringen.
Und darum folgt nun das Rezept für
saure Linsen - Èoèka na kyselo.
Dazu benötigen Sie
- 300 g Linsen,
- 60 g Schmalz,
- 20 g Mehl,
- 1 Zwiebel,
- Salz
- Essig.
Die Linsen 3-4 Stunden einweichen,
dann im selben Wasser kochen.
Aus 30 g Schmalz und 20g Mehl eine Mehlschwitze bereiten,
zu den Linsen geben und aufkochen lassen, salzen und mit Essig abschmecken.
Die kleingeschnittene Zwiebel mit 30g Schmalz andünsten und zu den Linsen reichen.
Bereits in der Bibel wurden die Linsen erwähnt und haben sie auch berühmt gemacht.
Linsen haben die Eigenart, dass sie hart werden, wenn man sie zu heiß (sprudelnd) kocht.
Dazu gibt es einen Pfälzer Kinderreim:
Die Linse, wo sinnse, [wo sind sie]
im Dibbe, se hibbe, [im Topf, sie hüpfen]
se koche schunn üwwer drei Woche
und sinn immer noch so hart wie die Knoche!
Mit freundlicher Unterstützung von Peter Heckert
gepostet von Peter Heckert am:
Date: Tue, 25 Dec 2007 22:13:21 +0100
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